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Neurologische und psychische Störungen: Teil 1

 

 

Die Themen


 

Die verlinkten Einträge in nachfolgender Übersicht führen zu den thematischen Abschnitten im vorliegenden Kapitel.

Allgemeines zu den Störungen
Amnesie → Gedächtnis - Störungen
Amyotrophe Lateralsklerose
Angstlosigkeit
Angst - Störungen
Anti-NMDA - Rezeptor - Enzephalitis
Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung (ADS und ADHS)
Autismus
Charcot - Marie - Tooth - Syndrom
Chorea
Demenz
Depressionen
Epilepsie
Gedächtnis - Störungen
Gehirn - Gewebe - Zerstörungen
Gesichtsblindheit (Prosopagnosie)
Gleichgewichtsstörungen
Koma - Zustände
Lähmungen
Locked in - Syndrom (LIS)
Manische Zustände
Multiple Sklerose (MS)

 

 

Allgemeines zu neurologischen und psychischen Störungen


 

Wegen des großen Umfangs und ständiger Zunahme des Wissens über neurologische und psychische Störungen wird Interessierten eigenes Recherchieren aktueller Informationen empfohlen. Hilfen zur Suche nach Informationsquellen und zur Beschaffung von deren Inhalten sind zum Beispiel auf einer anderen Site zu finden [7], die auch über medizinische Untersuchungsverfahren und Umwelt - Einflüsse bei Gesundheitsstörungen informiert. Infektionskrankheiten und Krebs des Nervensystems sind an anderen Stellen der vorliegenden Site berücksichtigt [12][23].

Bei der medikamentösen Behandlung von Gesundheitsstörungen müssen erhöhte Anfälligkeiten für schädliche Nebenwirkungen bei manchen Personen - Gruppen beachtet werden [8].

 

Adressen zu Nerven - und Gemütsstörungen allgemein


 

  • Psychotherapie - Informationsdienst. Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin. Telephon: (030) 209166330. Internet: http://www.psychotherapiesuche.de Persönliche Beratung: Montags und dienstags 10 bis 13 und 16 bis 19 Uhr sowie mittwochs und donnerstags 13 bis 16 Uhr [Stand 2009].

  • Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (BApK). Am Michaelshof 4 b, 53177 Bonn. Telephon: (0228) 632646. Beratung: Montags bis freitags 10 bis 12 Uhr [Stand 2009]. Internet: http://www.bapk.de

  • Familien-Selbsthilfe Psychiatrie im Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (BApK). Info - Site für Kinder psychisch kranker Menschen: http://www.kipsy.net/

  • Telefonseelsorge. Rufnummern: (0800) 1110111 und (0800) 1110222. Speziell für Kinder und Jugendliche: (0800) 1110333. Internet: http://www.telefonseelsorge.de

  • Psychiatrienetz. Site: http://www.psychiatrie.de

  • Geronto-Psychiatrisches Zentrum. 1090 Wien. Telephon 0043 - (0)1 - 3100016.

  • Dachverband der Vereine und Gesellschaften für psychische und soziale Gesundheit. Figulystr. 32, 4020 Linz, Österreich. Telephon 0043 - (0)732 - 656103.

  • Dachverband Gemeindepsychiatrie. Oppelner Straße 130, 53119 Bonn: http://www.psychiatrie.de/dachverband [Hier auch Bilderbuch - Broschüren erhältlich, die Kindern helfen sollen, psychiatrische Erkrankungen ihrer Eltern zu verstehen.]

 

Psychische Einflüsse können körperliche Störungen auslösen, zum Beispiel Koma - artige Reaktionslosigkeit, Lähmungen oder Kreislauf - Störungen [33].

In einem berichteten Fall hatte ein Wirkstoff - freies Scheinmedikament bei einem an Depression leidenden Anwender zunächst eine antidepressive Wirkung (Placebo - Effekt). Nachdem er eine Überdosis des Mittels eingenommen hatte, um sich das Leben zu nehmen, brach er in der Notaufnahme einer Klinik zusammen, stark verängstigt, bleich, schwitzend, lethargisch, zitternd und schnell atmend, mit einem Blut - Druck von 80 / 40 und einer Puls - Frequenz von 110. Die Labor - Werte aber waren im Normalbereich. Maßnahmen zur Stützung des Kreislaufs hatten nur mäßigen Erfolg. Nach Aufklärung der wahren Natur des eingenommenen Mittels jedoch normalisierte sich sein Zustand innerhalb von 15 Minuten. Die Symptome waren anscheinend nur durch den Glauben an die Gift - Wirkung des Scheinmedikaments verursacht worden (Nocebo - Effekt). In dem Bericht wird auch hingewiesen auf Fälle, in denen Patient/inn/en trotz versehentlicher Einnahme falscher Medikamente Zustandsbesserungen erfuhren, solange sie glaubten, angemessen therapiert worden zu sein, und Verschlechterungen nach Einnahme richtiger Mittel, wenn sie annahmen, falsche erhalten zu haben. [34]

Dass körperliche Störungen die Gehirn - Funktion beeinträchtigen können, dürften viele Menschen aus eigener Erfahrung wissen. Eine leicht übersehbare Ursache für psychische Veränderungen bei betreuten hilfsbedürftigen Menschen ist die Verarmung des Körpers an Wasser durch zu geringe Wasser - Aufnahme oder verstärkten Wasser - Verlust. Bei heißer, feuchter Witterung ist eine gesteigerte Abgabe von Wasser über die Haut an der Bildung von Schweiß erkennbar, da dessen Verdunstung wegen hoher Luft - Feuchte behindert ist. Ist die Luft jedoch relativ trocken, kann auch eine hohe Wasser - Abgabe durch die Haut wegen deren Trockenheit unterschätzt werden. Ein Zeichen für Austrocknung des Körpers ist das Bestehenbleiben einer mit den Fingern durch Zusammendrücken der Haut erzeugten Falte. Wasser - Mangel im Körper kann eine verringerte Durchblutung des Gehirns zur Folge haben, was wiederum zu neurologischen und intellektuellen Störungen führen kann. Ein Wasser - Verlust durch Schwitzen ist mit einem Verlust an Natriumchlorid (NaCl) verbunden, das dann in Form von Kochsalz dem Körper zusammen mit Wasser zugeführt werden sollte, zum Beispiel in Form von NaCl - reichem Mineralwasser (Deklaration auf Flaschenetikett) oder von Suppe.

Die gebürtige Schweizerin Elisabeth Kübler - Ross berichtet, dass sie als junge Ärztin in einem Krankenhaus in den USA infolge psychischer Frustration und sozialer Isolation ihre in ähnlichem Zustand befindlichen psychisch kranken Patient/inn/en als einzige Vertraute außer ihrem Mann empfand. Dieses in der "westlichen" Medizin eher untypische Verhältnis zwischen ihr als Ärztin und ihren als ausgebrannte Fälle geltenden Patient/inn/en hatte eine so starke therapeutische Wirkung, dass Letztere zum größten Teil psychisch so gefestigt entlassen werden konnten, dass sie in der Stadt New York ein eigenständiges Leben führen konnten. [39]

Zu Mitteln einer Verständigung mit kommunikationsbehinderten Menschen, auch mit vollständig Gelähmten, siehe Kapitel "Verständigung mit kommunikationsbehinderten Menschen.

 

Bibliographie

 

Sonnige Traurigtage. Homeier, S. Mabuse Verlag: 2006. ["Das erste illustrierte Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Bezugspersonen."]

Food, mood and health: a neurobiologic outlook. Prasad, C. In: Brazilian Journal of Medical and Biological Research 1998; 31 (12): 1517 - 1527. Auch veröffentlicht im Internet: http://www.scielo.br/pdf/bjmbr/v31n12/3323c.pdf

Nutrition and psychoses. Wunderink, A. / et al. In: Progress in Brain Research, Vol. 65. Van Ree, J. M. / Matthysse, S. (Eds.). Elsevier Science Publishers B. V.: 1986: S. 49 - 57.

Elektromagnetische Therapien in der Psychiatrie. Eschweiler, G. W. / et al. (Hg.). Steinkopff Verlag: Darmstadt 2003.

Transkranielle Magnet- und Gleichstromstimulation.. Paulus, W. In: Deutsches Ärzteblatt 100, Ausgabe 45 vom 07.11.2003, Seite A-2960 / B-2455 / C-2304. Im Internet: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=39269 Und: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=39269

Stellungnahme zur Elektrokrampftherapie (EKT) als psychiatrische Behandlungsmaßnahme.. Folkerts, H. / et al. In: Deutsches Ärzteblatt 2003; 100 (Ausgabe 8 vom 21.02.2003): Seiten A-504, B-432 und C-408. Im Internet: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=35741 Und: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=35997

Hirnschrittmacher fürs Gemüt. N. N. In: Nassauische Neue Presse 09. Juni 2007: KuS 14. [Die Aussendung elektrischer Ströme in bestimmte Gehirn - Areale mittels implantierter Elektroden kann zum Beispiel auf andere Mittel nicht ansprechende Depressionen bessern.]

Fremdgetaktet. Donner, S. In: bild der wissenschaft 2007; (6): 28 - 39. [Hirnschrittmacher.]

Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) - Leitfaden. Seemann, O. Site: http://www.psychiater.org/open.php5?page=100421 [Hinweise zu Anwendung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen. Krankengeschichten: Schlafstörungen, Depressionen, Demenz.]

Die Rückkehr des Elektroschocks. Paulus, J. In: bild der wissenschaft 2006; (11): 24 - 29. [Die Elektrokrampf - Therapie (EKT) bei Depressionen und anderen Erkrankungen.]

Neue Nervenzellen durch Sport. IS In: Neue Apotheken Illustrierte 15.05.2006: 48. [Anhaltende körperliche Betätigung fördert die Neubildung von Nervenzellen im Gehirn.]

Aminosäuren und ihre Bedeutung für Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit. Adresse der Internet - Veröffentlichung: http://www.aminosaeure.com/schlaf_stimmung_leistungsfaehigkeit.html [Glutamin wird zur Synthese von Gamma - Aminobuttersäure (GABA) benötigt, einem Gehirn - Botenstoff, der beruhigend, antidepressiv und konzentrationsfördernd wirkt. Glutamin - Mangel kann die Durchlässigkeit der Darm - Wand für Körpervorgänge störende Stoffe erhöhen (leaky gut syndrome). Die aus Glutamin im Gehirn gebildete Glutaminsäure bindet dort Stoffwechsel - störendes Ammoniak. Die Aminosäuren Arginin und Ornithin können im Körper ineinander umgewandelt werden. Ornithin bindet ebenfalls Ammoniak und wirkt Schlaf - fördernd. Der Nervenbotenstoff Glycin wirkt dämpfend auf überaktive Nerven. Carnitin kann den Melatonin - Spiegel erhöhen, erhöht die Wachheit, wirkt stimmungsaufhellend, fördert die Gedächtnis - Leistung und ist potentielles Mittel gegen Demenz.]

Gute-Laune-Tipps. Tünnissen-Hendricks, T. Veröffentlicht im Internet als Teil folgenderSite: http://www.heilfastenkur.de/index.shtml [Der mit angenehmer Stimmung in Zusmmenhang gebrachte Botenstoff Serotonin isr relativ reichlich in Bananen enthalten sowie in Mengen von 1 bis 2 mg / 100 g, abhängig vom Reifegrad, auch in Passionsfrucht, Ananas, Papaya, Feigen, Tomaten, Avocados und Datteln.]

(Vor)Urteile / Männer und Frauen sind verschieden - aber wie? [Redaktion der Zeitschrift "forsch" / Bonner Universitäts-Nachrichten] In: Medi-Learn Zeitung Juni / Juli 2007; (3): 10. [Östrogene regen Nervenzellen zur Bildung gegenseitiger Verbindungen an. Anm. des Bearb.: Falls auch Östrogen - artig wirkende Stoffe aus Pflanzen eine solche Wirkung zeigen sollten, könnte die Regeneration von zerstörtem Nervengewebe vielleicht durch Mittel wie Isoflavon - haltige Drogen und Nahrungsmittel oder Hopfen unterstützt werden, wenn deren Zufuhr mit der Primärtherapie vereinbar ist.]

Riskante Muskelsucht. Vieweg, M. Mitteilung vom 28.09.2006 auf der Site der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft", veröffentlicht unter der Adresse: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/270165.html. [In Konzentrationen oberhalb eines Schwellenwertes löst Testosteron die Selbstzerstörung von im Labor kultivierten Nerven - Zellen aus. Beim Menschen kann die Einnahme hoher Dosen männlicher Geschlechtshormone, zu denen Testosteron zählt, Übererregbarkeit, aggressives Verhalten und die Neigung zu Selbstmord auslösen.]

Unterwegs in die nächste Dimension. Kuby, C. Goldmann Verlag: München 2008. [Beispiele psychischer Wirkungen auf körperliche Vorgänge.]

Neustart im Kopf / Wie sich unser Gehirn selbst repariert. Doidge, N. Campus - Verlag: Frankfurt 2008.

Auch im Alter kann das Gehirn noch wachsen. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe vom 09.07.2008 (Registrierung erforderlich): http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_gehirnforschung_gehirn_121559751851.htm&n=1 Original - Publikation in: Journal of Neuroscience 2008. [Unter das Gehirn stark beanspruchender körperlicher Betätigung ist eine Zunahme der Gehirn - Substanz nachweisbar.]

Zerebrale Mikroblutungen bei ASS-Therapie. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe. Veröffentlicht am 15.04.2009 unter der Adresse [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_herzkreislauf_antikoagulantien_123979545344.htm [Nach einer Studie des Teams um Meike Vernooij, Erasmus MC University Medical Center in Rotterdam, erhöhen Thrombozytenaggregationshemmer (TAH), das Risiko von Mikroblutungen im Gehirn, die mittels Magnetresonanz - Tomographie diagnostiziert wurden. Bei Acetylsalicylsäure traten die Blutungen vor Allem in frontalen lobulären Regionen auf. Bei anderen Arten von Gerinnungshemmern fehlte diese Wirkung. Dennoch sollten die Vorteile von TAH gegen solche Nebenwirkungen abgewogen werden. Bei manchen Störungen wie zum Beispiel einer Amyloid - Angiopathie sollte allerdings auf andere Mittel ausgewichen werden. Original - Publikation in: Archives of Neurology 2009; 66.]

Viel Speck, wenig Hirn. Blech, J. In: Der Spiegel 05.10.2009; (41): 174. [Studien in verschiedenen Nationen haben übereinstimmend gezeigt, dass Übergewicht des Körpers statistisch mit einer Verringerung des Gehirn - Volumens verknüpft ist. Eine laufende Studie scheint auf das Ergebnis hinauszulaufen, dass Übergewicht dem Gehirn - Abbau vorausgeht. Körperliche Bewegung bremst den Verlust von Nerven - Gewebe und kann sogar eine Regeneration bewirken.]

Haus im Grünen stärkt Körper und Seele. apd In: Nassauische Neue Presse 16. Januar 2010: KuS 10. [Einer Studie in den Niederlanden zufolge ist Wohnen in begrünter Umgebung statistisch mit einer unterdurchschnittlichen Anfälligkeit für Erkrankungen korreliert. Besteht der 1 km - Umkreis um Wohnungen zu 10 Prozent aus Grünflächen, kommen Angst - Störungen bei 2,6 Prozent der Bewohner vor. Bei 90 Prozent Grünflächen sind es nur 1,8 Prozent. Bei Depressionen ist das Verhältnis ähnlich. Für einen ursächlichen Zusammenhang spricht, dass die Risiko - Minderung um so deutlicher ist, je mehr Zeit die Menschen in ihren Wohngebieten verbringen.]

Rettung für die Verschütteten. Dworschak, M. In: Der Spiegel 13.02.2010; (7): 111 - 112. [Mittels einer von einer Arbeitsgruppe um Niels Birbaumer, Universität Tübingen, entwickelten Technik zur Analyse von EEG - Signalen können Menschen mit Locked in - Syndrom, siehe unten, durch bewusste gedankliche Vorstellungen aus einer per Computer - Monitor angezeigten Buchstaben - Folge einzelne Zeichen auswählen und so Texte zusammenstellen. Die zunächst scheinbar erfolgreichen Versuche des Teams um Steven Laureys, Universität Lüttich, mit dem lange Zeit fälschlich als Wachkoma - Patienten eingestuften Rom Houben durch logopädisch unterstütztes Eintippen von Zeichen in einen Computer zu kommunizieren, waren zwar bei Diesem nicht reproduzierbar, jedoch bei einem anderen Patienten mit vergleichbarer Behinderung erfolgreich. In einem anderen Experiment von Adrian Owen, Universität Cambridge, und Laureys wurden Menschen mit der Diagnose Wachkoma gebeten, sich entweder vorzustellen, Tennis zu spielen, oder sich vorzustellen, in ihrer eigenen Wohnung umherzugehen. Beide Vorstellungsbilder erzeugten bei Untersuchungen mit der funktionellen Magnetresonanztomographie unterscheidbare Aktivitätsmuster des Gehirns. 5 von 54 Untersuchten konnten nach Aufforderung durch die Untersuchenden die von Diesen gewünschten Vorstellungen erzeugen. Ein Patient konnte so auch Fragen richtig beantworten bei gleichzeitiger Unfähigkeit, sich auf andere Art mittels Körperreaktionen mitzuteilen. Die Beschreibung dieser Studie wurde im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Mittels der oben genannten EEG - Technik konnten auch in Lüttich 3 von 13 Menschen mit der Diagnose Wachkoma Fragen überzufällig häufig richtig beantworten. Die Kopfhaut direkt kontaktierende EEG - Elektroden provozieren bei längerer Verweilzeit Haut - Entzündungen. EEG - Ableitungen mit auf die Haare aufsetzbaren Elektroden sind noch nicht Praxis - tauglich.]

Fischöl-Kapseln ohne Nutzen. apn In: Nassauische Neue Presse 02.07.2010: KuS 8. [Eine Studie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine mit 900 Gesunden im Alter von 70 bis 80 Jahren hat gezeigt, dass 2 Jahre dauernde Einnahme von Fischöl - Kapseln zwar die Konzentration von Omega 3 - Fettsäuren im Blut steigerte, Gedächtnis und Konzentration aber genauso beeinflussten wie Fischöl - freie Scheinpräparate.]

Kinder vor seelischen Verletzungen schützen / Wie wir sie vor traumatischen Erfahrungen bewahren und im Ernstfall unterstützen können. Levine, P. A. / Kline, M. Kösel - Verlag 2010.

Nicht von schlechten Eltern / Kinder psychisch Kranker. Mattejat, F. / Lisofsky, B. Verlag Balance Buch+Medien 2009.

Angriff aufs Gehirn. Albrecht, B. In: Der Spiegel 06.08.2012; (32): 108 - 110. [Fallgeschichte: Eine beruflich intellektuell stark beanspruchte Frau erlitt Panik - Attacken, einen Nervenzusammenbruch und erstmalig einen epileptischen Anfall, gefolgt von Wahnvorstellungen, Halluzinationen, einem sich über 2 Jahre hin ziehenden Gedächtnis - Verlust und Verlust des Sprechvermögens. Auf Initiative des Lebenspartners der Patientin wurde sie in die Uniklinik Freiburg aufgenommen, da dort zum Beispiel von Sebastian Rauer auch nach weniger geläufigen Ursachen für Störungen gesucht wurde. Im von einem Speziallabor in Oxford untersuchten Nervenwasser der Patientin wurden Antikörper als potententielle Zerstörer von Gehirn - Gewebe (Autoimmunreaktion) gefunden. Nach Blut - Wäschen und Cortison - Verabreichungen heilten die Störungen der Patientin innerhalb einiger Monate ab. Belinda Lennox, Universität Cambridge, untersuchte 47 an Schizophrenie Erkrankte auf die 2 am häufigsten zu findenden bekannten Autoantikörper und fand sie bei 3 Erkrankten. Nach Harald Prüß, Klinik Charité in Berlin, ist eine durchlaufene Autoimmunattacke im Nachhinein mittels Kernspin - Tomographie oder Entzündungsmarkern kaum nachweisbar und könnten bisher unbekannte Antikörper an psychischen Störungen beteiligt sein. Er weist darauf hin, dass Schizophrenien ähnliche Verlaufsmuster zeigen wie die derzeit als Autoimmunkrankheit geltende Multiple Sklerose. Bei beiden wechseln Beschwerde - Phasen und Symptom - arme Zeiten einander ab oder eine ständige Verschlechterung führt in die Pflege - Bedürftigkeit. Einer möglichen Beteiligung von Autoimmunreaktionen bei Manie und Depression, bei Angst - Störungen und bei Demenz wird derzeit nachgegangen. Laut Inga Zerr, Spezialistin für atypische Demenz - Erkrankungen am deutschen Nationalen Referenzzentrum für Prionenerkrankungen, Göttingen, können solche Erkrankungen nur sehr selten dem Typ Creutzfeld - Jakob zugeordnet werden, aber bei etwa 1/3 der Erkrankten sind Antikörper als Zeiger für Gehirn - Entzündungen nachweisbar. Fallgeschichte: Eine Patientin erlitt im Alter von 62 Jahren erstmals einen epileptischen Anfall, gefolgt von fortschreitender Demenz. Nachdem ihr Ehemann mitgeteilt hatte, dass bei ihr seit 30 Jahren eine Gluten - Unverträglichkeit bekannt sei, eine von Autoimmunreaktionen begleitete Störung, sie aber seit längerer Zeit keine Diät mehr eingehalten habe, wurde sie von Inga Zerr diätetisch und mit Cortison - Gaben therapiert, was eine Stagnation der Demenz und das Aufhören der epileptischen Anfälle zur Folge hatte. Nach Sebastian Rauer kann auch Krebs bewirken, dass gegen dessen Zellen gerichtete Antikörper auch Nerven - Zellen zerstören. Rauer verweist auf weitere Fälle von Abklingen neurologischer und psychischer Störungen nach Entzündungen und Immunreaktionen dämpfenden Therapien. Ähnliches berichtet auch Harald Prüß von der Berliner Charité.]

[Ohne Titel.] Georgi, Anne In: Der Spiegel 10.09.2012; (37): 10. [In ihrem Leserbrief berichtet die Verfasserin über die Erfahrung von ihr bekannten Eltern, dass deren Kinder nach Konsum von raffiniertem Zucker verstärkt zu Aggressivität, Reizbarkeit und Lernschwierigkeiten neigen.]

Drachen, Doppelgänger und Dämonen. Sacks, O. Rowohlt Verlag: Reinbek 2013. [Reportagen über Menschen mit Halluzinationen und deren neurologische und psychosoziale Hintergründe.].

Wegweiser der Neurologischen Versorgung nach Hirnverletzung, Schlaganfall oder sonstige erworbene Hirnschäden sowie zur Außerklinischen Beatmung und Intensivpflege. Bezugsquelle: Verlag hw-studio weber, Gewerbegebiet 39, 76774 Leimersheim, E - Mail: info(at)hw-studio.de, Site: http://www.hw-studio.de

Der Krankenflüsterer. Möbius, W. DuMont Buchverlag: Köln 2014. Darin Kapitel "Abgeschoben". [Schilderung des Falls einer älteren Patientin, die in einem psychotischen Verwirrungszustand in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden war. Erst nach Intervention ihres Hausarztes konnte durch den Buch - Verfasser ein Mangel an Vitamin B12 als Ursache der Symptome ermittelt werden, was eine erfolgreiche Therapie ermöglichte.]

Kratzer im Erbgut. In: Apotheken Umschau Januar 2015; (A 01/15): 58. [Notiz zu einer in der Zeitschrift "Psychotherapy and Psychosomatics" veröffentlichten Studie. Bei Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung gefundene Schäden am Erbgut von Immunzellen waren geringer, wenn eine Psychotherapie durchgeführt wurde.]

Die Macht der Kränkung. Haller, Reinhard [Inhalt: "... Kränkungen greifen unsere Selbstachtung, unser Ehrgefühl und unsere Werte an. Sie ... können ... uns krank machen und sogar zu ... Verbrechen und Kriegen führen. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Historie und der Praxis veranschaulicht der Arzt und Psychotherapeut Reinhard Haller ... wie es zu schaffen ist, an seelischen Verletzungen nicht nur zu wachsen, sondern auch die eigene Persönlichkeit zu stärken."]

Wie schleichendes Gift / Narzisstischen Missbrauch in Beziehungen überleben und heilen. Merzeder, Christine Verlag Scorpio.

Spontan Heilung. Weil, A. Kopp Verlag: Rottenburg Januar 2015 (2. Auflage der Sonderausgabe). Darin Kapitel "- 12 - Körperliche Bewegung und Ruhe". [Beim Gehen wird das Gehirn besonders umfassend auf die Koordination der Bewegungen der einzelnen Körperteile trainiert. Bei Babies und gehbehinderten Erwachsenen hat das Krabbeln auf dem Boden eine ähnliche Wirkung.]

Ein Kraut gegen kaputte Nerven. In: Apotheken Umschau 1. Juni 2016; (A 06/16): 52. [Die Heilpflanze Mutterkraut enthält die Substanz Parthenolid, die im Tier - Versuch die Heilung geschädigter Nerven beschleunigt. [Nach einer Veröffentlichung in der Zeitschrift "Journal of Neuroscience"]]

Viel Neues zum Schlaganfall. Leisle, Mario In: Thala / Das Gesundheitsmagazin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe 2016; (4): 32 - 33. [Bericht vom 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN): Geert Mayer, Schwalmstadt, berichtet, dass während des Schlafs im Gehirn Abfall - Produkte des Stoffwechsels entsorgt werden. Wird dieser Vorgang dauerhaft durch zu wenig Schlaf behindert, kann Dies eine schleichende Selbstvergiftung des Gehirns zur Folge haben. Statistisch ist damit ein gesteigertes Risiko für Gesundheitsstörungen verknüpft, zum Beispiel Schlaganfall. Das Risiko für einen solchen wird auch durch Aussetzer der Atmung während des Schlafs erhöht.]

Wie das Gehirn heilt. Doidge, N. Campus Verlag: Frankfurt am Main 2015. [Beschreibung therapeutischer Möglichkeiten neben den medizinischen Standard - Methoden. Schilderung von Heilerfolgen auch bei verschiedenen neurologischen Störungen, zum Beispiel bei Menschen, die mit schweren Gehirn - Anomalien geboren wurden und bei denen gesundheitliche Besserungen als weitgehend ausgeschlossen gegolten hatten.]

Manganese Exposure and Cognition Across the Lifespan: Contemporary Review and Argument for Biphasic Dose–Response Health Effects. Vollet, Kaitlin / und Andere In: Current Environmental Health Reports 2016; 3: 392 – 404. [In der Literatur veröffentlichte Daten weisen auf eine Beeinträchtigung der intellektuellen Entwicklung sowohl bei Mangan - Mangel als auch bei Mangan - Überschuss im Körper hin.]

Bioavailable Trace Metals in Neurological Diseases. Poujois, Aurélia / und Andere In: Current Treatment Options in Neurology 2016; 18: Artikel 46. Published online 28 September 2016. [Neurologische Folgen von Störungen des Stoffwechsels von Kupfer, Eisen und Mangan und therapeutische Möglichkeiten.]

[Siehe auch Kapitel "Vergiftungen"]

 

 

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)


 

Bei der ALS werden Bewegung - steuernde Nervenzellen (Motoneuronen) im zentralen und peripheren Nervensystem schleichend zerstört. Im englischen Sprachraum sind auch die Bezeichnungen Motor Neuron Disease (MND) und Lou Gehrig´s Disease gebräuchlich. Der genetische Einfluss auf die Krankheitsentstehung ist begrenzt. Die Lebenserwartung Erkrankter ist stark verringert, der englische Physiker Stephen Hawking jedoch hat die Diagnose seiner ALS um mindestens 45 Jahre überlebt.

Die Suche nach die Krankheit begünstigenden Umwelt - Faktoren hat bisher nur Verdachtsmomente erbracht. Die Rate der Neuerkrankungen in einer Region nimmt, statistisch allerdings nur mäßig signifikant, mit der geographischen Breite auf der Nord - Halbkugel zu. Ein Vergleich mit Kontrollgruppen aus gesunden Menschen ergab, dass an ALS Erkrankte vor Krankheitsbeginn 5,9 mal häufiger eine stärkere Verletzung erlitten hatten und 5,2 mal häufiger einen elektrischen Strom - Schlag, 4,4 mal häufiger mit Schweiß- und Lötarbeiten beschäftigt gewesen waren, 2,3 mal häufiger schwere Arbeiten verrichtet hatten, 2,3 mal häufiger aktiv Sport betrieben hatten, 2,2 mal häufiger organischen Lösemitteln ausgesetzt gewesen waren und 1,8 mal häufiger landwirtschaftlich tätig gewesen waren. In einer anderen Studie wurden ALS - Kranke mit Gesunden aus derselben Region verglichen und mit an anderen neuromuskulären Störungen Erkrankten, im selben Gesundheitszentrum wie die ALS - Patient/inn/en Betreuten, die beruflich potentiell gesundheitsschädlichen Einflüssen ausgesetzt waren. Aus den Daten wurde ein durch Schweißen oder Löten 5-fach erhöhtes Risiko, an ALS zu erkranken, ermittelt. Versuche einer Entgiftung des Körpers von bestimmten chemischen Elementen mittels Chelat - Bildnern waren therapeutisch erfolglos. Nach Analysen von Körper - Geweben auf einige Metalle bildende Elemente sind deren Konzentrationen bei ALS - Kranken und gesunden Kontrollpersonen in etwa gleich. In der italienischen Region Emilia trat bei Selen - reiches Trinkwasser Konsumierenden ALS etwa 4 mal häufiger auf, allerdings mit statistisch großem Unsicherheitsbereich, als bei Vergleichspersonen. Anderen Studien zufolge waren andere Menschen mit ALS nur gering gegenüber Selen exponiert. Häufungen von Neuerkrankungen im Bereich bestimmter Örtlichkeiten oder in menschlichen Kontakt - Gruppen oder in bestimmten Zeit - Räumen wurden zwar beschrieben, sind aber schwer von zufälligen Häufungen abgrenzbar. [45]

 

Bibliographie

 

Gelähmt auf Höhenflug. Vaas, R. In: Bild der Wissenschaft 2008; (7): 38 - 45. [Biographie des an ALS erkrankten Physikers Stephen Hawking.]

Killing Me Softly. Schwartz, A. Bezug durch den Verein "Die Schwestern Maria / Hilfe für Kinder aus den Elendsvierteln e. V.", Pforzheimer Str. 134a, 76275 Ettlingen, Deutschland. Site: http://www.schwesternmaria.de [Der Verfasser, ein stark caritativ engagierter Geistlicher, schildert sein Lebenswerk und sein Leben mit ALS bis zu dessen Ende.]

Es fühlt sich an wie Gott / Mit Kindern nach Lourdes pilgern. Lobkowicz, M. - S. Verlag Präsenz Kunst und Buch: Hünfelden - Gnadenthal 2010: Darin Kapitel "Mittwoch nach Pfingsten". [Eine an ALS erkrankte Bekannte der Autorin erfuhr nach einem Bad im Wasser der Lourdes - Quelle Besserung ihres Zustandes und schließlich Heilung. Die ärztliche Komission zur Prüfung möglicher Wunderheilungen in Lourdes konnte keine medizinische Erklärung für diesen Fall finden.]

Algengift kann Demenz auslösen. In: Spektrum der Wissenschaft Juli 2010; (7): 10. [Die mit Demenz einhergehende Variante ALS/PDC der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) trat Mitte des 20. Jahrhunderts besonders häufig auf der Insel Guam auf. Als Ursache wird das Toxin BMAA vermutet, das von mit den Wurzeln von Palmfarnen symbiontisch verbundenen Cyanobakterien produziert wird und in die zur Ernährung der Menschen verwendeten Samen dieser Pflanzen gelangt. Eine Arbeitsgruppe um Sara Jonasson, Universität von Stockholm, fand BMAA auch als Stoffwechsel - Produkt von Cyanobakterien in der Ostsee, die manchmal stark vermehrt auftreten (Algenblüte). Die BMAA - Konzentrationen lagen zwar unter denen bei tropischen Cyanobakterien auftretenden, das Toxin reichert sich jedoch in der Nahrungskette der Meeresorganismen an. Besonders stark war BMAA in Muscheln und einigen Fisch - Arten konzentriert. Aktuell nehmen die ALS - Erkrankungen in Schweden möglicherweise zu. Mitteilung nach einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PNAS, Band 107, Seite 9252.]

Blue-green algae or cyanobacteria in the intestinal micro-flora may produce neurotoxins such as Beta-N-Methylamino-L-Alanine (BMAA) which may be related to development of amyotrophic lateral sclerosis, Alzheimer’s disease and Parkinson-Dementia-Complex in humans and Equine Motor Neuron Disease in Horses. Brenner, S. R.. In: Medical Hypotheses 2013; 80: 103. Artikel auch online zugänglich über lizensierte Institutionen: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306987712004616/pdfft?md5=df7d3d08a78d8b96d003cec968df829f&pid=1-s2.0-S0306987712004616-main.pdf [Der Autor hält es für möglich, dass bei einer Veränderung, durch Fehlernährung oder eine Gesundheitsstörung, der Darm - Flora die Blaugrünen Bakterien (Cyanobakterien) darin überhand nehmen und von Diesen produzierte Nervengifte an der Entwicklung einer ALS beteiligt sind. Bei Pferden wird eine der ALS ähnliche Erkrankung, die Equine Motor Neuron Krankheit, durch einen Mangel an Vitamin E und Frischfutter verursacht. Der Autor schlägt vor, ALS - Kranke auf eine übermäßige Vermehrung von Cyanobakterien in der Darm - Flora zu testen und Diese bei abnormem Befund durch Diät oder Medikamente wieder in einen Normalzustand zu bringen.]

Detection of cyanobacterial neurotoxin b-N-methylamino-Lalanine within shellfish in the diet of an ALS patient in Florida. Banack, S. A. / und Andere. In: Toxicon 2014; 90: 167 - 173. Artikel auch online zugänglich über lizensierte Institutionen: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0041010114002189/pdfft?md5=5ac30795e4127ee95f1205616a905e18&pid=1-s2.0-S0041010114002189-main.pdf [Bericht über eine ALS - Erkrankung nach jahrzehntelangem Verzehr von Hummer. Schalentiere können bei starker Vermehrung von Cyanobakterien (Algenblüte) in Meerwasser verstärkt Toxine dieser Mikroorganismen einlagern. In von besagtem ALS - Patienten zum Verzehr vorgesehenem Hummer wurden von Cyanobakterien gebildete Nervengifte gefunden. Auch Fische und marine Säugetiere können diese Gifte enthalten. Eine regionale Häufung von ALS - Erkrankungen nahe der Mittelmeer - Lagune Thau wurde mit erhöhten Gehalten von Bakterien - Giften in Muscheln und Austern in Verbindung gebracht. Die Ermittlung solcher Zusammenhänge wird möglicherweise erschwert durch das Phänomen, dass zum Beispiel Muscheln eines der besagten Gifte chemisch so verändern, dass es einer chemischen Analyse entgeht. Im Menschen kann jedoch die veränderte Form wieder in die ursprüngliche Substanz zurückverwandelt werden. Auch könnten die in einer Probe gefundenen Gift - Mengen abhängig vom angewandten Analyse - Verfahren sein.]

Biomagnification of cyanobacterial neurotoxins and neurodegenerative disease among the Chamorro people of Guam. Cox, P. A. / und Andere In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA (PNAS) November 11, 2003; 100 (23): 13380 – 13383. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC263822/pdf/10013380.pdf [Studie zur Anreicherung des bakteriellen Nervengifts BMAA in der Nahrungskette auf der Insel Guam, wo eine der ALS ähnliche Erkrankung gehäuft auftritt.]

The Cyanobacteria Derived Toxin Beta-N-Methylamino-L-Alanine and Amyotrophic Lateral Sclerosis. Banack, S. A. / und Andere In: Toxins 2010; 2: 2837 - 2850. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3153186/pdf/toxins-02-02837.pdf [Überblick über den Kenntnisstand zu möglichen Zusammenhängen zwischen Umwelt - Faktoren und ALS.]

Is exposure to cyanobacteria an environmental risk factor for amyotrophic lateral sclerosis and other neurodegenerative diseases? Bradley, W. G. / und Andere In: Amyotrophic Lateral Sclerosis and Frontotemporal Degeneration 2013; Early Online: 1–9. http://king.cos.ucf.edu/wp-content/uploads/2012/01/Bradley-and-Rosen-et-al-2013.pdf

Australian Researchers Discover Potential Blue Green Algae Cause and L- Serine Treatment of Motor Neuron Disease (MND) Lou Gehrig's ALS and Other Neurodegenerative Diseases such as Alzheimer's and Parkinson's. Barratt, H. Veröffentlicht auf der Website "Science 2.0": http://www.science20.com/australian_researchers_discover_potential_blue_green_algae_cause_treatment_of_motor_neuron_disease_mnd_als-121193 [Gifte produzierende Bakterien können außer in Gewässern auch in Festland - Böden auftreten. Das Cyanobakterien - Produkt Beta-N-Methylamino-L-Alanin (BMAA) kann bei der Protein - Herstellung im Organismus die für Menschen lebensnotwenige Aminosäure L - Serin zwar strukturell ersetzen, nicht aber funktionell. BMAA - haltige Protein - Moleküle neigen zur Verklumpung und können so Zellen schädigen. Die Mutter der Autorin des Artikels hatte große Mengen Schalentiere und Fisch verzehrt und war an ALS erkrankt. Als experimentelle Therapie bei Vergiftung durch BMAA wird die Zufuhr großer Mengen L - Serin vorgeschlagen, das BMAA bei der Protein - Synthese verdrängen soll. Vorbeugend gegen die Zufuhr von Mikroorganismen - Toxinen durch Leitungswasser wird dessen Reinigung mittels Aktivkohle - Filter in Haushalten empfohlen, sofern diese Behandlung nicht schon seitens eines Wasserwerks erfolgt.]

Was Lou Gehrig's ALS Caused by Tap Water? http://www.psmag.com/health/was-lou-gehrigs-als-caused-by-tap-water-38804/

Gerade noch unheilbar krank und jetzt gesund! Ein ehemals Todkranker mit ALS berichtet von seiner Leidensgeschichte und Heilung durch die regenerative Mitochondrienmedizin. Gerhard, Ingrid Veröffentlicht im Internet mit Datum 12.09.2014: https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gerade-noch-unheilbar-krank-und-jetzt-gesund/

Kopfhaube kann Gedanken von vollständig Gelähmten lesen. Veröffentlicht auf der Website "Zeit online" mit Datum 01.02.2017: http://www.zeit.de/news/2017-01/31/gesundheit-kopfhaube-kann-gedanken-von-vollstaendig-gelaehmten-lesen-31202803 [Bericht über eine technische Möglichkeit zur Kommunikation mit an ALS Erkrankten.] Siehe hierzu auch eine Original - Veröffentlichung: Brain-Computer Interface-Based Communication in the Completely Locked-in State. Chaudhary, U. / und Andere. In: PLOS Biology. Veröffentlicht mit Datum 31.01.2017: http://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.1002593

Blood trace metals in a sporadic amyotrophic lateral sclerosis geographical cluster. De Benedetti, Stefano / und Andere In: Biometals; published online 23 March 2017. [Bei den Gehalten folgender chemischer Elemente im Serum wurden nur geringe Unterschiede zwischen an ALS Erkrankten und gesunden Vergleichspersonen gefunden: Arsen, Mangan, Selen, Aluminium, Quecksilber, Blei, Nickel, Zinn, Cobalt, Uran, Vanadium, Barium.]

A cluster of amyotrophic lateral sclerosis in New Hampshire: a possible role for toxic cyanobacteria blooms. Caller, T. A. / und Andere In: Amyotrophic Lateral Sclerosis 2009; 10 Supplement 2: 101 - 108. [Im Bereich der Stadt Enfield, am Lake Mascoma gelegen, einem zu Algen - Blüte neigenden See, wurde eine Erkrankungsrate an sporadischer ALS ohne genetische Determinierung gefunden, die 10 bis 25 mal größer war als der Erwartungswert. Ein Zusammenhang mit Toxinen, zum Beispiel Beta-Methylamino-L-Alanin (BMAA), produziert von im See lebenden Cyanobakterien, wird diskutiert.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Angst - Störungen


 

Bezogen auf ein als "normal" angesehenes Angst - Gefühl bei einer realen Bedrohung der körperlichen oder seelischen Gesundheit gilt Angst als krankhaft, wenn sie in einem die Lebensaktivität stark behindernden Ausmaß durch physisch harmlose, aber als bedrohlich empfundene Objekte oder Situationen ausgelöst wird (Phobien) oder scheinbar ganz ohne konkreten Grund auftritt. Aber auch eine Freiheit von Angst selbst in realen Gefährdungssituationen kann gesundheitsschädlich sein.

Gegen Phobien hat sich die Konfrontationstherapie als wirksam erwiesen, bei der Betroffene sich so lange dem nur vermeintlich bedrohlichen Angst - Auslöser aussetzen, bis die Gefahrlosigkeit verinnerlicht wird. Auf diese Weise hat sich schon lange vor dem Aufkommen der heutigen Psychotherapien Johann Wolfgang von Goethe selbst von seinen Phobien befreit [Beschrieben in seinem Werk "Dichtung und Wahrheit", 2. Teil, 9. Buch].

Ohne subjektiv erkennbare aktuelle Ursache auftretende Angst kann von körperlichen Symptomen begleitet sein, die denen von Erkrankungen des Herz - Kreislauf - Systems, der Lunge oder des Gehirns ähnlich sind. In den meisten Fällen kann auch bei wiederholter ärztlicher Untersuchung keine organische Ursache für die Symptome gefunden werden. Auch dann kann eine Psychotherapie erfolgreich sein [17].

Naturheilmittel, denen eine Angst dämpfende Wirkung zugeschrieben wird, können bei einigen Menschen Angst verstärkend wirken, zum Beispiel die Gewürz- und Heildroge Kurkuma [46][50]. Während geringe Mengen Muskatnuss als stimmungsaufhellend gelten, können große Mengen Angst - Zustände verursachen bei stark variierender individueller Empfindlichkeit [52][53].

 

Adressen zu Angst - Störungen


 

 

Bibliographie

 

Das schaffen wir schon. N. N. In: Öko - Test September 2007; (09): 58 - 61.

Das Angstbuch. Bandelow, B. Rowohlt Taschenbuch Verlag: Hamburg 2004.

Lavendel beruhigt und lindert Schmerzen. Bracht, P. In: Nassauische Neue Presse 25.02.2008: 3. [Lindernd bei Angst - Zuständen sollen Lavendelblüten - Bäder, - Tee und Einreibung mit Lavendelblüten - Öl, gebunden in Olivenöl, wirken. Siehe auch die Anm. des Bearb. zu Lavendelblüten - Produkten unter "Depressionen".]

"Ich weine jetzt viel öfter". Geffers, G. In: Öko-Test Mai 2008; (5): 40 - 43. [Bericht über eine an Panik - Attacken leidende Frau: "Ich begreife die Angst als etwas, was für mich sorgt, wenn ich mich selber vernachlässige."]

Ängste überwinden. Herausgegeben von Stiftung Warentest, http://www.test.de/buecher: 2009.

Ohne Mitgefühl? Hurlemann, R. / Albrecht, B. In: Geo September 2012; (9): 141. [Bei 2 Zwillingsschwestern wurde im Kindesalter das Urbach - Wiethe - Syndrom diagnostiziert, eine genetisch bedingte Störung des Abbaus von Zucker - Protein - Molekülen, die sich in verschiedenen Organen ansammeln. Bei beiden Mädchen wurde eine Verkalkung des Mandelkerns gefunden, einer Region im Gehirn, der eine Steuerung des Gefühlslebens zugeschrieben wird. Menschen mit diesem Syndrom haben weit weniger Angst - Gefühle als Andere und können das Minenspiel ihrer Mitmenschen kaum deuten. Die letztere Fähigkeit war bei einer der Zwillingsschwestern im Erwachsenenalter jedoch fast so gut ausgebildet wie bei normalen Menschen. Diese Frau hatte mehr Kontakte zu Mitmenschen als ihre Schwester und bei Tests zur Interpretation der Mimik von Menschen wurde in ihrem Gehirn eine Region stark erhöhter Aktivität gefunden, die möglicherweise die Funktion des geschädigten Mandelkerns übernommen hatte.]

Nie mehr Panik. Paulus, J. In: Bild der Wissenschaft 2012; (12): 76 - 79. [Mittels Konfrontationspsychotherapie sind fast alle Menschen von Panik - Anfällen befreibar.]

Panikstörung und Agoraphobie. Margraf, J. / Schneider, S. In: Lehrbuch der Verhaltenstherapie / Band 2: Störungen im Erwachsenenalter. Verlag Springer: Berlin ... 2009.

Das innere Auge. Sacks, O. Rowohlt - Verlag: Reinbek 2011. Darin: "Kapitel sechs / Augenträgheit: Ein Tagebuch". [Der Autor, der Neurologe Oliver Sacks, berichtet, dass im Verlauf einer Krebs - Erkrankung von einem seiner Augen mit dem Verlust seiner Fähigkeit des räumlichen Sehens seine bisher bestehende Höhenangst verschwunden ist. Paradox ist, dass er gerade durch diesen Verlust an Sehqualität verstärkt Unfall - gefährdet wurde und wegen entfallener Tiefenwahrnehmung beim Sehen eigentlich erhöhte Angst vor entgehender Wahrnehmung von Abgründen in seinem Gesichtsfeld hätte erwarten können.]

[Zu Informationen über Therapie - Verfahren allgemein siehe Kapitel "Bibliographie "Therapie - Verfahren"".]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

Eigene Erfahrungen

 

Pflanzliche Nahrungsmittel aus der mit synthetischen chemischen Bioziden arbeitenden Landwirtschaft haben nach Eindruck des Verfassers bei ihm eine Angst - steigernde Wirkung im Unterschied zu solchen aus ökologischer Erzeugung. Da diese Wirkung mit zeitlicher Verzögerung auftritt, scheint sie ihm nicht psychologisch bedingt. Der zeitliche Versatz war auch der Grund, dass der vermutete Zusammenhang erst nach fortlaufender Dokumentierung der konsumierten Nahrungsmittel und des Gemütszustandes auffiel.

Einige als Massenware käufliche Konserven aus, so die Etikett - Deklaration, Bio - Lebensmitteln haben beim Verfasser Saison - abhängig mal eine neutrale, mal eine Angst - steigernde Wirkung. Da die Rohstoffe für diese Produkte trotz knapper Bio - Agrarflächen nie auszugehen scheinen hat der Verfasser manchmal das Gefühl, hier könnte Bio - Ware mit solcher aus konventionellem Anbau gestreckt sein, vor Allem bei Herkunft aus Mittelmeer - Anrainer - Staaten. Einmal bemerkte der Verfasser auch auf den Konsum von Bio - Champignons aus den Niederlanden hin eine psychisch destruktive Wirkung, die er von Pilzen aus konventioneller Produktion kannte. Erst einige Monate später erfuhr er, das in Bio - Pilzen aus den Niederlanden ungewöhnlich hohe Rückstände von Agrochemikalien gefunden wurden. Verdächtig findet der Verfasser es auch, wenn in Geschäften angebliche Bio - Lebensmittel äußerlich genauso makellos erscheinen wie solche aus konventionellem Anbau. [4]

Eine spekulative Ursache für kurzfristige Gift - Wirkungen von Lebensmitteln auf das Nervensystem könnte auch die Veränderung der Boden - Chemie durch das Einbringen von Abfall - Kompost als Düngemittel, teilweise auch im Bio - Anbau praktiziert, sein. Nach subjektivem Eindruck des Verfassers ist die Angst steigernde Wirkung geringer bei essbaren Pflanzen - Teilen, die durch Entfernung von Schalen von Resten oberflächlich aufgebrachter Biozide befreit werden können. Ein EU - weiter Bann solcher Mittel schützt Verbraucher/innen nur begrenzt vor deren Rückständen in von außerhalb der EU importierten Lebensmitteln [38]. Dass früher einmal aufgrund von Tierversuchen und Beobachtungen an Menschen zugelassene Biozide inzwischen verboten wurden weckt Zweifel an der behaupteten Harmlosigkeit der Rückstände derzeit noch erlaubter Mittel. Andererseits wenden Erzeugerbetriebe mehrere Biozide bis zu den für die einzelnen Stoffe jeweils zulässigen Höchstgrenzen an. Das Zusammenwirken solcher Rückstandscocktails im Menschen ist wenig untersucht, was besonders für Wirkungen auf die Psyche gilt. Zudem gibt es für viele Biozide noch keine gesetzliche Rückstandsbegrenzung und werden bisweilen sogar bereits verbotene Mittel weiter eingesetzt (Restbestandsklausel) oder neue Mittel, auf die noch nicht routinemäßig analysiert wird [36].

 

 

Anti-NMDA - Rezeptor - Enzephalitis


 

Der in der Überschrift bezeichneten Störung liegt eine Autoimmunreaktion gegen Gehirn - Zellen zugrunde, die bei genetisch bedingter Anfälligkeit durch externe Stress - Einwirkung ausgelöst werden kann.

 

Bibliographie

 

Irre. Hartwig, S. In: Der Spiegel 12.08.2013; (33): 112 - 113. [Kommentar zum Buch "Feuer im Kopf / Meine Zeit des Wahnsinns" von Susannah Cahalan, erschienen im MVG Verlag. Die Buch - Autorin erkrankte mit einem Anfall unkontrollierter Extremitäten - Bewegung und Muskel - Versteifung, begleitet von Atemnot und Austritt von blutigem Schaum aus dem Mund. Hinzu kamen Grippe - artige Symptome, Kopfschmerz, Schwäche in den Beinen, Schlaflosigkeit, Nahrungsverweigerung, manisch-depressive Symptomatik, Kribbeln und Taubheit in einer Hand und einem Fuß, gefolgt von Gedächtnis - Verlust, Unruhe, Aggressivität, Halluzinationen, Abnahme der Sprechfähigkeit und der nichtverbalen Mitteilungsfähigkeit. Umfangreiche Tests ergaben zunächst keine Hinweise auf mögliche Ursachen, doch wurde nach 3 Wochen eine Gehirn - Entzündung und als Ursache die oben genannte Störung festgestellt.]

 

 

Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung (ADHS)


 

Adressen zu ADS und ADHS


 

 

Bibliographie

 

ADHS-Therapie: Lebensmittelzusätze nicht außer Acht lassen! In: Ärztliche Praxis. Veröffentlicht am 26.05.2008 im Internet [Registrierung erforderlich]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_paediatrie_ernaehrung_adhs_121179769241.htm&n=1 [Nach bisheriger Datenlage scheint die Meidung chemischer Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln therapeutisch wirksamer gegen das ADHS zu sein als Psychotherapie. Bei gesunden Kindern können einige Lebensmittel - Farbstoffe und Natriumbenzoat hyperaktives Verhalten provozieren.]

Keine Kinderkrankheit. Herzig, A. In: Öko-Test November 2008; (11): 56 - 61. [ADS im Erwachsenen - Alter kann Betroffenen als selbst verschuldete Charakter - Schwäche ausgelegt werden.]

Spaziergang im Park hilft. In: Bild der Wissenschaft 2009; (5): 27. [Eine Studie der University of Illinois ergab eine der Ritalin - Therapie ebenbürtige Wirkung von 20 Minuten pro Woche Spaziergang im Park bei ADHS - Kindern. Spaziergänge in anderen Stadt - Gebieten waren ohne therapeutischen Effekt.]

"Du Psycho!" [Anonyma] In: Der Spiegel 21.09.2013; (39): 126 - 127. [Bericht einer Mutter über den Leidensweg ihrer fälschlich für aufmerksamkeitsgestört gehaltenen Tochter. Dieser Fall ist auch Gegenstand des Buches "Plötzlich ein Sorgenkind / Aus dem Leben einer aufmerksamkeitsgestörten Familie", Deutsche Verlags - Anstalt.]

 

 

Autismus


 

 

Adressen zu Autismus - Störungen


Bibliographie

 

Die Ernährungslüge. Grimm, H.-U. Knaur Taschenbuch Verlag: 2005. Darin Kapitel "2. Bizarres Verhalten / Die Chemie des Charakters". [Abnorme Reaktionen auf Milch, Gluten - haltiges Getreide und synthetische Lebensmittel - Zusatzstoffe verursachen oder verschlimmern möglicherweise Autismus. Diäten ohne Milch - Erzeugnisse, Gluten, Carageen und andere Stoffe in Nahrungsmitteln haben Besserungen bewirkt.]

Eine andere Kindheit / Mein Weg aus dem Autismus. Johansson, Iris Verlag Urachhaus: 2012. [Die Autorin schildert ihren Werdegang von einem autistischen Kind hin zu einer beruflich und gesellschaftlich etablierten Erwachsenen.]

Ein Kaktus zum Valentinstag. Schmidt, P. Patmos Verlag. [Humorvolle Autobiographie des autistischen Autors.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Charcot - Marie - Tooth - Syndrom


 

Bibliographie

 

Dr. Foot. Wenz, W. / Albrecht, B. In: Geo November 2012; (11): 163 [Dem an der Uniklinik Heidelberg tätigen Dr. med. Wolfram Wenz, der als Spezialist bei der Behandlung von Störungen an den Füßen gilt, gelang es, einem Menschen mit durch das Charcot - Marie - Tooth - Syndrom extrem deformierten Füßen durch Operationen wieder zu einem normalnahen Gehen auf den Fußsohlen zu verhelfen.]

 

 

Chorea


 

Bibliographie

 

Erblicher Veitstanz / Huntington: Hält grüner Tee das Leiden auf? N. N. Quelle: idw / GesundheitPro. Veröffentlicht am 11.09.2006 im Internet: http://www.gesundheitpro.de/Erblicher-Veitstanz-Haelt-gruener-Tee-das-Leiden-Gehirn-A060911COCHP031504.html [Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), enthalten in grünem Tee, bremst die Fehlfaltung und Nerven - schädigende Ablagerung des Proteins Huntingtin in Zellkernen bei Chorea Huntington.]

Wie das Gehirn heilt. Doidge, N. Campus Verlag: Frankfurt am Main 2015. Darin "Kapitel 2 / Ein Mann rennt seinen Parkinsonsymptomen davon", Abschnitt "Training und neurodegenerative Krankheiten". [Verweis auf eine Untersuchung, bei der an Mäusen mit dem Huntington - Syndrom - Gen eine Verzögerung der Krankheitsentwicklung durch körperliche Bewegung nachgewiesen wurde: Pang, T. Y. C. / und Andere: Differential effects of voluntary physical exercise on behavioral and BDNF expression deficits in Huntington´s disease transgenic mice. In: Neuroscience 2006; 141 (2): 569 - 584.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Demenz - Formen


 

Adressen für Demente und ihre Angehörigen


 

Bibliographie

 

Cholesterin erhöht Alzheimer-Risiko. Fricke, U. In: bild der wissenschaft 2007; (7): 40 - 41. [Ein hoher Cholesterin - Spiegel im mittleren Lebensalter begünstigt statistisch eine spätere Erkrankung an Alzheimer - Demenz; Omega 3 - Fettsäuren können im Frühstadium den geistigen Abbau stoppen. Anm. des Bearb.: Diese Fettsäuren sind außer in Meerestieren und Samen - Fetten auch in Blättern von Portulak (Burzelkraut, Portulaca oleracea ssp. sativa), einem neutral schmeckenden, leicht kultivierbaren Küchenkraut, nicht zu verwechseln mit Winter - Portulak (Postelein), enthalten.]

Es schneit in meinem Kopf. Erzählungen über Alzheimer und Demenz. Obermüller, K. (Hg.) Verlag Nagel & Kimche.

Was bleibt ... Menschen mit Demenz. Portraits und Geschichten von Betroffenen. Verlag edition uhlensee.

Elegie für Iris. Bayley, J. [Bericht des Autors über die Pflege seiner Demenz - kranken Frau, der Schriftstellerin Iris Murdoch.]

Das Vergessen erleben. Piechotta, G. (Hg.) Mabuse - Verlag: Frankfurt 2008.

Wechselbad der Gefühle. Haas, G. In: Öko-Test Februar 2008; (2): 96 - 101. [Probleme bei der Betreuung Demenz - Kranker vermittelt anhand eines konkreten Beispiels.]

"Keiner ist allein" / Demenz und Alzheimer: Tipps und Hilfe für Angehörige. Flemming, D. Verlag Beltz: Weinheim 2006.

Wenn das Gedächtnis nachlässt. Ratgeber des deutschen Bundesgesundheitsministeriums. Anforderbar unter Telephon 01805 - 996603 oder downloadbar unter http://www.bmg.bund.de → "Publikationen" → "Pflege".

Schützt Wein vor Demenz? In: Ärztliche Praxis. Internet - Ausgabe vom 11.04.2008 [Registrierung erforderlich]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_alzheimer_wein_120790808916.htm&n=1 [Konsum von Wein ist im Unterschied zu dem von anderen Alkoholika bei Frauen statistisch mit einem erniedrigten Risiko verknüpft, an Demenz zu erkranken. Dieser Zusammenhang zeigte sich nach Ausschluss des Einflusses von Body Mass Index, Rauchgewohnheiten und Bildungsstand. Anm. des Bearb.: Demnach scheint die Schutzwirkung an die Rebenfrucht gebunden zu sein, nicht jedoch an Alkohol [Siehe auch den Eintrag "Rauchen und Alkohol erhöhen Alzheimer-Risiko."], was die Sache auch für diesen Meidende interessant macht.]

Rauchen und Alkohol erhöhen Alzheimer-Risiko. In: Ärztliche Praxis. Internet - Ausgabe vom 17.04.2008 [Registrierung erforderlich]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_alzheimer_demenz_120843985665.htm&n=1 [Rauchen, Alkohol - Konsum und das Alzheimer - Demenz - Risiko - Gen APOE verfrühen statistisch das Auftreten von Demenz.]

Beta-Karotin bremst Demenz. In: Reform Rundschau Februar 2008; (2): 2. [Statistisch ist langjährige Einnahme von Beta - Carotin (Provitamin A) mit verlangsamtem Fortschreiten einer Demenz verknüpft. Kurzzeitige Einnahme zeigte keinen Effekt. Anmerkung des Bearbeiters: Da chemietechnisch hergestelltes Beta - Carotin im Verdacht steht, bei Rauchenden Lungenkrebs zu fördern, sollten statt Vitamin - Präparaten besser Nahrungsmittel mit hohen Carotin - Gehalten konsumiert werden wie Paprika, Aprikosen, Sanddorn - Beeren und andere gelbe und rote Früchte sowie grüne Gemüse. Die Carotin - reichen Möhren enthalten das Gift Carotatoxin, das bei normalen Verzehr - Mengen für Gesunde zwar als harmlos gilt, für Menschen mit Nerven - Schädigungen vielleicht aber eine zusätzliche Belastung ist.]

Alzheimer-Medikamente zweifelhaft. In: Bild der Wissenschaft 2008; (7): 10. [Anti - Psychose - Mittel (Neuroleptika) bewirkten bei Menschen mit Demenz vom Alzheimer - Typ keinen signifikanten Rückgang neuropsychiatrischer Störungen im Vergleich zu Scheinmedikamenten (Placebos), verschlechterten aber die Sprachfähigkeit.]

"Rolf, ich und Alzheimer". Thimm, K. In: Der Spiegel 23.06.2008; (26): 130 - 136. [Der Bericht aus dem Leben zweier Paare, von denen jeweils ein/e Partner/in an Demenz erkrankt ist, spiegelt die mit dieser Krankheit in der öffentlichen Meinung assoziierte Tristesse wieder, basierend auf der Annahme eines Schwundes der Persönlichkeit, des Ichs im Verlauf einer Demenz. Die zitierten Äußerungen der Kranken sind nach Ansicht des Bearbeiters nach dessen eigenen Erfahrungen jedoch auch damit vereinbar, dass in einem dementen Menschen eine empfindungsfähige Seele bestehen bleibt und deren abnehmende Fähigkeit zum Gebrauch des Gehirns das Krankheitsproblem ausmacht. In diesem Fall wären Beurteilungen von Erkrankten als zunehmend gefühlsleere und entmenschlichende Körperhüllen, denen allenfalls noch aufgrund früherer Lebensleistungen etwas Respekt entgegengebracht wird, eine verletzende Unterschätzung.]

Kochen für Menschen mit Demenz. Menebröcker, C. / und Andere Verlag Books on Demand: Norderstedt.

Ratgeber für die richtige Ernährung bei Demenz. [Gerontologische Reihe] Ernst Reinhardt Verlag: München.

Die Pflege verwirrter und dementer alter Menschen. Grond, E. Freiburg 2008 (10. neu bearbeitete Auflage).

Handy gegen Alzheimer? In: Bild der Wissenschaft 2010; (5): 37. [Ein Team um Gary Arendash, University of South Florida, fand bei Mäusen, die infolge einer genetischen Veränderung zur Ansammlung von für Alzheimer - Demenz typischen Plaques im Gehirn neigen, dass die Einwirkung von Mobilfunkstrahlung auf die Tiere den Beginn ihres intellektuellen Abbaus stark verzögern oder diesen sogar begrenzt rückgängig machen konnte.]

Vitamin B als Waffe gegen Altersdemenz. [dpa - Meldung] In: Nassauische Neue Presse 10.09.2010: 28. [Bei einer Studie an der Universität von Oxford wurde gefunden, dass der Abbau von Gehirn - Gewebe bei über 70 Jahre alten Menschen mit einem Vorstadium der Alzheimer - Demenz nach 2-jähriger Einnahme der Vitamine B 6 und B 12 in hoher Dosierung um bis zu 50 Prozent geringer war als in einer Placebo - Vergleichsgruppe.]

Malariamittel gegen Demenz. In: Bild der Wissenschaft 2011; (5): 10. [Charakteristisch für die frontotemporale Demenz ist ein Schwund von Nerven - Zellen im Stirn - und Schläfen - seitigen Bereich des Gehirns. Der Zellen - Verlust wird durch eine verringerte Konzentration des Wachstumsfaktors Progranulin begünstigt, einer die Nerven - Zellen schützenden Substanz. Untersuchungen von Christian Haass und Anja Capell, Universität München, ergaben, dass eine Verschiebung des pH - Wertes in den Vesikeln, die Progranulin bilden, zum Alkalischeren hin die Produktion dieser Substanz anregt. Eine alkalisierende Wirkung zeigten folgende Stoffe: Bafilomycin (BafA1), Bepridil (Mittel gegen Angina pectoris), Amiodarone (Mittel gegen Herzrhythmus - Störungen) und Chloroquin (Mittel gegen Malaria).]

Stress begünstigt Demenz. In: Bild der Wissenschaft 2012; (9): 14. [Ein Team um Edgardo Reich, Universität Buenos Aires, hat ermittelt, dass von 107 im Mittel 72 Jahre alten Menschen mit einer 2 bis 3 Jahre zuvor diagnostizierten Demenz vom Alzheimer - Typ 73 Prozent kurz vor der Diagnose starkem negativem Stress ausgesetzt waren. In einer bezüglich Alters- und Geschlechtsverteilung vergleichbaren Kontrollgruppe aus 76 Gesunden hatten 24 Prozent solche seelischen Belastungen erlitten.]

Ginkgo ohne Wirkung. In: ÖkoTest November 2012; (11): 54. [In Frankreich wurden 1400 mehr als 70 Jahre alten Menschen mit Gedächtnis - Störungen und Menschen einer nach Alter und Geschlecht ähnlichen Kontrollgruppe über 5 Jahre hinweg beobachtet. Die Menschen mit Beschwerden nahmen täglich einen standardisierten Extrakt aus Blättern der Ginkgo - Pflanze ein, die Menschen der Kontrollgruppe ein Placebo. Am Ende des Beobachtungszeitraums hatte sich bei etwa gleich vielen Menschen aus beiden Gruppen eine beginnende Demenz vom Alzheimer - Typ entwickelt.]

Demenzkranke pflegen / Neue Leistungen 2013. Marburger, H. Walhalla Fachverlag: Dezember 2012. [Leitfaden zur ab 2013 in Deutschland verbesserten finanziellen Versorgung von Demenz - Kranken.]

Alzheimer noch nicht in jungen Jahren. (job) In: Thala / Das Gesundheitsmagazin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe 2014; (3): 8. [Das Auftreten des für Demenz vom Alzheimer - Typ charakteristischen Amyloid - Peptids in der Gehirn - Rückenmark - Flüssigkeit geht psychischen Demenz - Symptomen etwa 10 bis 20 Jahre voraus. Im Rahmen einer Studie an der Universität Erlangen zeigten sich zwischen einer Gruppe von 20- bis 35jährigen Menschen mit genetisch bedingt erhöhtem Demenz - Risiko und einer gleichaltrigen Gruppe ohne diese Gen - Veränderung keine Unterschiede in der Ausprägung biochemischer Demenz - Indikatoren.]

Vergesslichkeit durch Depression. [dpa - Meldung] In: Nassauische Neue Presse 11.11.2014: KuS 5. [Die deutsche Bundespsychotherapeutenkammer weist darauf hin, dass Symptome einer beginnenden Demenz auch durch eine Depression verursacht sein können. Die Unterscheidung zwischen beiden Krankheitsbildern ist entscheidend für eine wirksame Therapie.]

Reversal of cognitive decline: A novel therapeutic program. Bredesen, D. E. http://www.impactaging.com/papers/v6/n9/full/100690.html [Bericht über eine vom Artikel - Autor durchgeführte Studie zur Therapie dementer Personen. Bei 9 Personen mit beginnender Demenz konnte eine subjektive und objektivierbare Rückbildung der Symptomatik erreicht werden. Bei 1 Person mit fortgeschrittener Demenz blieb eine Besserung aus. Summarische Angabe der therapeutischen Maßnahmen:

  • Zur Verringerung der Insulin - Resistenz und der Neigung zu Entzündungen: Meiden von raffiniertem Zucker, Gluten und industriell bearbeiteten Nahrungsmitteln, Verringerung des Getreide - Verzehrs, verstärkter Verzehr von Früchten und Gemüse.
  • Zur Stimulierung des Abbaus von Stoffwechsel - Müll, Senkung des Insulin - Spiegels, Erhöhung des Keton - Spiegels und Verringerung von Amyloid - Beta: Mehrstündige Pausen bei der Nahrungsaufnahme zwischen 3 Mahlzeiten am Tag.
  • Zur Senkung des Stress - Hormone - Spiegels: Yoga und Meditation zur Nervenberuhigung.
  • Zur Besserung der Schlaf - Qualität und - Dauer: Einnahme von Melatonin, bei vorzeitigem Aufwachen zusätzlich Tryptophan, Behebung einer Schlaf - Apnoe.
  • Gehirn - Stimulation.
  • Zur Senkung des Homocystein - Spiegels: Einnahme von 1 Milligramm Methylcobalamin, einer besonders leicht vom Körper aufnehmbaren Form von Vitamin B 12, pro Tag, Methyltetrahydrofolat, Pyridoxal-5-phosphat und falls notwendig Trimethylglycin.
  • Zur Behebung eines Vitamin B 12 - Mangels: Einnahme von 1 Milligramm Methylcobalamin, siehe oben.
  • Zur Senkung der Entzündungsmarker - Werte: Diät, siehe oben. Einnahme von Curcumin, Inhaltsstoff des Gewürzes Curcuma - Wurzel, von 320 Milligramm Docosahexaensäure und 180 Milligramm Eicosapentaensäure pro Tag, Intensivierung der Zähne - Reinigung.
  • Normalisierung der Spiegel der Schilddrüsen- und der Geschlechtshormone sowie von Cortisol.
  • Normalisierung der Darm - Flora zur Blockierung von Entzündungs- und Autoimmunreaktionen: Einnahme von Prä- und Probiotika.
  • Reduzierung von Amyloid - Beta: Einnahme von Curcumin, siehe oben, und Ashwagandha (Schlafbeere / Winterkirsche / Indischer Ginseng / botanisch Withania somnifera).
  • Besserung des Denkvermögens: Einnahme von Bacopa monniera (Brahmi / ayurvedische Heilpflanze) und Magnesium - Threonat.
  • Falls notwendig Versorgung mit Vitamin D durch Einnahme von 2000 Internationalen Einheiten = 50 Mikrogramm Vitamin D 3 pro Tag und von Vitamin K 2.
  • Anregung der Bildung von Nervenwachstumsfaktor: Einnahme von Hericium erinaceus oder Acetyl-L-carnitin.
  • Förderung der Synapsen (Kontakt - Stellen zwischen Nerven - Zellen) - Funktion: Einnahme von Citicoline und Docosahexaensäure.
  • Einnahme von Antioxidantien: Einnahme von Vitamin E (Tocopherole and Tocotrienole), Selen, Heidelbeeren, N-acetyl-cystein, Vitamin C und Alpha-Liponsäure.
  • Einstellung eines normalen Verhältnisses zwischen Zink und Kupfer im Körper.
  • Förderung der Funktion der Mitochondrien in den Zellen: Einnahme von Coenzym Q 10 oder Ubichinol, von Alpha-Liponsäure, Polychinolinchinone, N-Acetyl-cystein, Acetyl-L-carnitin, Selen, Zink, Resveratrol, Vitamin C, Vitamin B 1.
  • Förderung der Acetylcholin - Synthese: Einnahme des Vitamins Pantothensäure.
  • Falls erforderlich Abbau einer Überladung des Körpers mit Quecksilber, Blei, Cadmium und anderen Elementen mittels Chelat - Bildnern.
  • Täglich ausgiebig körperliche Betätigung.

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Depressionen und manische Zustände


 

Adressen zu Depressionen und manischen Zuständen


 

Bei Depressionen kann auch soziales Engagement, in welches Kranken meist durch Mitmenschen hineingeholfen werden muss, als eine Art Psychotherapie wirksam sein. Physische Therapien bessern im Erfolgsfalle die Stimmung, was von für die Erkrankung Anfälligen genutzt werden sollte, sich mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen. Dies hilft vielleicht, spätere erneute depressive Phasen besser durchzustehen.

Eine Verarmung des Körpers an Wasser kann Mangeldurchblutung des Gehirns bewirken. Dieses schlägt dann Alarm zum Beispiel in Form von Depressionen. Gefährdet sind Menschen, besonders ältere, die aus Gewohnheit oder mangels Gelegenheit wenig trinken. Salz - armes Essen, Harn - treibende Arzneimittel und Schwitzen steigern die Gefahr. Nach Zusammendrücken der Haut stehenbleibende Falten deuten auf eine Austrocknung hin. Die Zufuhr von Flüssigkeit (Mineralwasser, Fruchtsaft, Suppe, schwach gesüßter Tee) sollte schrittweise erfolgen. Eine neue Therapie - Option ergibt sich vielleicht aus einer Zufallsbeobachtung: Depressive, von deren Kopf ein Magnetresonanz - Tomogramm (MRT) (Kernspin - Tomogramm) aufgenommen wurde, registrierten danach eine Stunden anhaltende Besserung ihres Gemütszustandes. Wer sich versuchsweise mit einer weit primitiveren Vorrichtung selbst einem magnetischen Gleichfeld aussetzen möchte, findet Anregungen dazu an anderer Stelle der vorliegenden Site [31].

Sind Depressionen nur gefühlte Veränderungen der Gehirn - Funktion oder haben sie eine spirituelle Bedeutung? Sind sie körperlichem Schmerz analoge Warnsignale, dass die Nichterfüllung seelischer Bedürfnisse oder die Wahrnehmung mit Angst und Trauer verbundener Seiten des Lebens eine Grenze der Ertragbarkeit oder Verdrängbarkeit überschritten hat?

Himmlische Liebe         

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Erklärung von Depressionen als funktionelle Gehirn - Störung, begünstigt durch Gene und Umwelt, medizinischer Standard. Dieses Modell hat sich etabliert auch aufgrund fehlgeschlagener Versuche, Depressionen eindeutig mit vorausgegangenen psychosozialen Brüchen korrelieren zu können. Auch Depressionen fördernde oder lindernde Wirkungen pharmakologisch wirksamer Substanzen sowie die Beeinflussbarkeit dieser Störungen mit physikalischen Therapien lassen "organische" Ursachen naheliegend erscheinen. Solche chemischen oder physikalischen Therapien könnten aber auch einfach nur die zu Depressionen führende Wahrnehmung der Umwelt verändern, analog den nur symptomatisch wirkenden Therapien gegen körperliche Schmerzen. David Foster Wallace beschreibt die Wirkung chemischer Antidepressiva so [37]: "Sie sind prima, wirklich ... prima in dem gleichen Sinne, wie es prima wäre, auf einem anderen warmen und komfortablen Planeten mit Essen und frischem Wasser" [zu leben]. "Es wäre prima, aber es wäre nicht die gute alte Erde."

Eine materialistische Erklärung depressiver Störungen besagt letztendlich, dass Bewusstsein und Gefühle nur biologische Phänomene sind. Die Botschaft, dass sie nur biologische Roboter ohne freien Willen und unsterbliche Seele sind, dürfte die Stimmung von Betroffenen kaum verbessern. Bedacht werden sollten jedoch die beachtlichen Placebo - Effekte bei antidepressiven Therapien, die auf eine Wirkung alleine des Gefühls, therapeutisch umsorgt zu werden, hinweist und damit auch auf einen übermateriellen seelischen Hintergrund.

Vielleicht sind Depressionen verursachende Lebensumstände so alltäglich und weit verbreitet, dass sie für normal gehalten werden, wie Verringerung der Fähigkeit oder Möglichkeit zu befriedigender Kommunikation mit Mitmenschen oder Reduktion menschlicher Beziehungen auf Materielles, Äußerlichkeiten und Nützlichkeitsdenken. Ist hier ein Verlust von "himmlischer" Liebe im Spiel, die Tizian in einem Gemälde personell verkörpert dargestellt hat, siehe Bild links [11]?

Möglicherweise wirkt auch körperliche Liebe zumindest symptomatisch antidepressiv, wenn sie für die Beteiligten tiefgehende angenehme Gefühle mit sich bringt. Der Filmemacher Woody Allen ist zwar der Meinung, Selbstbefriedigung sei Sex mit Jemandem, den frau/man liebt. Wer aber außer mit dem eigenen Körper noch mit einem weiteren Kontakt aufnehmen möchte, wegen einer körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung jedoch erfolglos geblieben ist, kann es mit einem der Dienste versuchen, die Liebesspiel - Partner/innen speziell für Menschen mit Behinderungen vermitteln [47]. Dass die betreffenden Vergnügungen Nebenwirkungen wie unerwünschte Schwangerschaft, Ansteckung mit einer übertragbaren Krankheit oder emotionale Verletzungen haben können, dürfte allgemein bekannt sein.

Naturheilmittel, denen eine antidepressive Wirkung zugeschrieben wird, können bei einigen Menschen Depression verstärkend wirken, zum Beispiel die Pflanzendroge Schlangenwurzel [51].

 

Bibliographie

 

Holiday of darkness : a psychologist′s personal journey out of his depression. Endler, N. S. Verlag Wiley: New York 1982.

Undercurrents : a therapist′s reckoning with her own depression. Manning, M. Verlag HarperCollins Pub.: New York 1994.

Verwirrung unter Gehirnbotenstoffen. Lehnen - Beyel, I. Veröffentlicht am 08.04.2005 im Internet: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/252143.html

Langsam, aber anhaltend. Amrhein, C. Veröffentlicht am 29.07.2005 im Internet: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/255935.html [Rolle von Botenstoffen bei Depressionen.]

Psychisch krank durch Erreger? Donner, S. In: Nassauische Neue Presse 25.05.2007: KuS 12. [Viren und Mikroorganismen sind möglicherweise an der Entstehung von Depressionen beteiligt, da Antibiotika manchmal gegen sonst Therapie - resistente Depressionen wirksam sind.]

Plasma fatty acid composition and depression are associated in the elderly: the Rotterdam Study. Tiemeier, H. / et al. In: American Journal of Clinical Nutrition July 2003; 78 (1): 40-46. Auch veröffentlicht im Internet auf der Site: http://www.ajcn.org/ [Ab 60 - jährige Depressive hatten ein höheres Verhältnis n-6 - / n-3 - mehrfach ungesättigter Fettsäuren im Blut als Menschen ohne Depression. Da andere Faktoren, zum Beispiel Entzündung oder Arteriosklerose, an dieser biochemischen Konstellation unbeteiligt waren, wurde besagtes Fettsäure - Verhältnis eines direkten Einflusses auf das Gemüt verdächtigt.]

Depressive Störungen bei Patienten der Allgemeinmedizin: Früherkennung und therapeutische Ansätze. Ebel, H. / Beichert, K. In: PP 1, Ausgabe März 2002, Seite 129. Auch erschienen in: Deutsches Ärzteblatt 99, Ausgabe 3 vom 18.01.2002, Seite A-124 / B-102 / C-99. Im Internet: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=33323 Und: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=30089

The medical management of depression. Mann, J. J. In: The New England Journal of Medicine 2005; 353 (17): 1819 - 1834.

Die gezähmte Depression. Reiners, H. Kösel - Verlag. [Bericht eines Betroffenen.]

Vitamin B 12 gegen Depressionen. rgz In: Naturheilkunde und Gesundheit 2007; (11): 25. [Besseres Ansprechen auf eine antidepressive Therapie ist statistisch mit höherem B 12 - Gehalt im Blut assoziiert. Auch die Einnahme einer Kombination der Vitamine B 1, B 2 und B 6, die den B 12 - Blut - Wert erhöht, wirkt antidepressiv.]

Lavendel beruhigt und lindert Schmerzen. Bracht, P. In: Nassauische Neue Presse 25.02.2008: 3. [Lindernd bei Depressionen sollen Lavendelblüten - Bäder, - Tee und Einreibung mit Lavendelblüten - Öl, gebunden in Olivenöl, wirken. Anm. des Bearb.: Bei der Wahl von Lavendelblüten - Produkten sollte als Qualitätskriterium auf eine möglichst große Ähnlichkeit deren Duftes mit dem frischer Lavendelblüten geachtet werden. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Erzeugnissen.]

Uni- und bipolare Depressionen lassen sich früh unterscheiden. In: Ärztliche Praxis. Veröffentlicht am 30.05.2008 im Internet [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_depressionen_depressionen_121213804785.htm&n=1 [Ein Team um U. Hegerl, Uni Leipzig, fand heraus, dass bipolare affektive (manisch - depressive) Störungen sehr viel häufiger sich in kurzer Zeit entwickeln als unipolare (rein depressive), wenn nur Störungen ohne erkennbare äußere Anlässe berücksichtigt wurden.]

Mit Gleichstrom Depressionen ausschalten. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe. Veröffentlicht am 06.04.2009 unter der Adresse [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_depressionen_depressionen_12390264820.htm Hier auch Link zum Abstract der ausgewerteten Original - Veröffentlichung. [Ein Team um Roberta Ferrucci an der Universität Mailand hat Depressionen durch Anlegen eines über Kopfhaut - Elektroden vermittelten Stroms der Stärke 1 bis 2 mA einige Minuten lang erfolgreich therapiert mit Stunden anhaltender Wirkung. Bei Anwendung dieser "transcranial Direct Current Stimulation (tDCS)" genannten Methode 2 mal pro Tag über 5 Tage hinweg setzten Besserungen nach wenigen Tagen ein und hielten wochenlang an.]

Lithium / Metall der Leichtigkeit. Sommer, M. In: A Tempo / Das Lebensmagazin November 2012; (155): 20 - 21. [Beihefter zur Zeitschrift Alverde November 2012]. [Im 19. Jahrhundert wurde entdeckt, dass die nur geringe Löslichkeit von Harnsäure in Wasser in Gegenwart von Lithium - Ionen (Li+) stark zunimmt. Zur Therapie von Harnsäure - Ablagerung - Erkrankungen wären aber gesundheitsschädlich hohe Li+ - Dosen erforderlich. Ausgehend von der Vermutung, bei Manie sei der Harnsäure - Stoffwechsel verändert, fand John Cade 1949 im Selbstversuch eine psychisch dämpfende Wirkung von Li+ und therapierte damit auch erfolgreich Menschen mit Psychosen. Diese Forschungen wurden jedoch wenig beachtet, bis einige Jahre später Mogens Schou die Manien und Depressionen vorbeugende Wirkung geringer Li+ - Dosen bei Dauergabe entdeckte. Absetzen dieses Mittels hat oft Rückfälle zur Folge.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

Eigene Erfahrungen

 

Die meisten kommerziell angebotenen Johanniskraut - Präparate enthalten mittels Alkoholen und Wasser gewonnene Extrakte, denen nur in Fett gut lösliche Inhaltsstoffe des Johanniskrauts weitgehend fehlen, falls es solche gibt. Mitteln mit öligen Auszügen wiederum könnten darin schwer lösliche Drogenbestandteile fehlen. Da der Anteil der einzelnen Inhaltsstoffe an der antidepressiven Wirkung noch unvollständig bekannt ist und handelsübliche Extrakt - Präparate bei ihm unbefriedigend wirkten, hat der Verfasser zur Selbstbehandlung Präparate mit der vollständigen pulverisierten Droge bei einer Dosis von etwa 5 g Johanniskraut - Pulver pro Tag zusammen mit Fett - haltiger Nahrung eingenommen, mit ebenfalls unbefriedigendem Erfolg. Wirksamer scheint ihm eine selbst hergestellte Tinktur, für die nur die gelben Blütenkronblätter des Johanniskrauts verwendet wurden [19]. Der Grund für die Beschränkung auf diesen Pflanzenteil ist die von ihm gemachte Erfahrung, dass grüne Pflanzen - Teile bei ihm depressionsfördernd wirken, siehe unten. Die Wirkung der Tinktur scheint wenige Stunden nach Einnahme eines Teelöffels voll einzusetzen und einige Stunden anzuhalten.

Der Verfasser meint, an sich eine stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung wenige Stunden nach Einnahme eines Hopfen - Präparats [1] zusammen mit etwa 100 mg Magnesium oder 160 mg Calcium plus 60 mg Magnesium als Phosphate festgestellt zu haben oder nach Einnahme von Schwedenkräuter - Tinktur [2].

Zudem hat er an sich während depressiver Phasen für die Dauer des Aufenthalts an bestimmten Orten in Gegenwart bestimmter Personen ein Verschwinden der Symptome festgestellt.

Außer den zahlreichen für ihre Beeinflussung der Psyche (Psychotropie) bekannten Materialien chemisch synthetisierter, pflanzlicher, pilzlicher oder tierischer Herkunft (Drogen), zum Beispiel die bei Überdosierung starke Depressionen verursachende Schlangenwurzel (Rauwolfia serpentina), haben möglicherweise auch alltäglich konsumierte Lebensmittel psychotrope Wirkungen [42][43][44]. Bekannt sind zum Beispiel das Vorkommen von Phytoecdysteroiden, deren Molekül - Strukturen denen menschlicher Geschlechtshormone ähneln, in Pflanzen - Blättern, die der männlicher Geschlechtshormone ähnliche Wirkung von Sellerie sowie aphrodisierende oder antiaphrodisierende und damit psychotrope Wirkungen von Kräutern und Gewürzen. Kohl, Küchenzwiebeln, Lauch und andere Gemüse - Arten hemmen die Funktion der Schilddrüse, was auch Auswirkungen auf das psychische Befinden hat. Die Effekte vieler sekundärer, zum Beispiel der Abwehr von Fraßfeinden oder, bei unreifen Früchten, der Verhinderung des Verzehrs vor der Samenreife dienender Pflanzeninhaltsstoffe bleiben noch zu erforschen. Möglicherweise gehen psychoaktive Pflanzeninhaltsstoffe über Tierfutter auch in von Tieren stammende Lebensmittel über.

Aufgrund von Selbstversuchen hat der Verfasser den Eindruck, dass sich Nahrungsmittel bezüglich ihrer Wirkung auf seine individuelle Zyklothymie (Zwischen Depression und Manie schwankende Stimmungslage) den nachfolgend angegebenen Gruppen zuordnen lassen. Möglicherweise liegt bei ihm eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegen manche Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln vor, die verstärkt wird durch seine vegane Ernährung. Bei genetisch anders gestrickten oder sich anders ernährenden Menschen, bei Solchen mit anderen Formen einer Gemütsstörung oder, wegen anderem Geschlechtshormon - Status, bei Frauen sind die angegebenen Nahrungsmittel möglicherweise anders oder zumindest nicht Depression - erzeugend wirksam. Ob Nahrungsmittel beim Verfasser Zyklothymie oder eine Depression verursachen oder nur verstärken, ist bisher offen.

Nahrungsmittel tierischer Herkunft: Da der Verfasser tierische Nahrungsmittel ablehnt, kann deren Depression - fördernde Wirkung bei ihm auch rein psychische Gründe haben.

Embryonen und Schalen von Pflanzen - Samen: Diese und lebensmitteltechnisch daraus gewonnene Erzeugnisse (Vollkorn - Produkte, Schalen und Embryonen enthaltende Hülsenfrucht - Samen, Samen - Öle) wirken beim Verfasser stark depressionsfördernd, ebenso auch in anderen Geweben als den Embryonen Öl - reiche Samen (Nüsse, Lupinen - Samen, Soja - Samen, Öl - reiche Soja - Produkte, Kokosnuss - Produkte) und Samen - Keimlinge (Sprossen, Malz - haltige Produkte). Zu beachten sind hier auch weniger offensichtliche Quellen für Samen - Embryonen oder deren Inhaltsstoffe ("Helle" Produkte aus geschältem, aber noch die Keimlinge enthaltendem Hartweizen, Gersten - Körner ohne Schalen (Graupen), aber noch mit Teilen der Keimlinge, Parboiled - Produkte, durch Kochen aufgeschlossene Samen in Früchte - Produkten, mitsamt den Samen pürierte Frucht - Zubereitungen [28], gemahlene Samen enthaltendes Chili - Pulver, mit Samen - Ölen gestreckte Oliven - Öle [30] oder in Tomaten bereits zu Sprossen gekeimte Samen. Pflanzen - Samen enthalten bioaktive Stoffe, die wie bei Kokosnusswasser auch Art - fremde Zellen zur Teilung anregen oder wie bei unreifen Früchten das Wachstum von Frucht - Gewebe stimulieren [16]. Mais - Samen zum Beispiel enthält den Wuchsstoff Zeatin, Kaffee - Samen die analog wirksame Chlorogensäure [16]. Ob die Depression verstärkende Wirkung von Hülsenfrucht - Samen geringer ist bei Verzehr nur der Keimblätter, also bei Weglassen des Wurzel - Ansatzes eines Samens, wurde vom Verfasser getestet. Dazu wurden von halben grünen Öko - Schälerbsen die Hälften ohne das weiß erscheinende Würzelchen ausgelesen und nur diese Wurzel - freien Hälften verzehrt. Die destruktive Wirkung auf die Psyche war bei ihm vergleichbar mit der von ganzen grünen Erbsen. Speziell diese Erfahrungen verdankt der Verfasser den Anpreisungen gesundheitlicher Vorteile durch Verzehr möglichst vollständiger Pflanzen - Samen (Vollwert - Ernährung). Erst sehr viel später sind ihm die potentiell gesundheitsschädigenden Wirkungen solcher Nahrungsmittel bekannt geworden [21].

Hut - Pilze: Verdacht auf depressionsfördernde Wirkung auch der Hut - Teile außerhalb des Sporenlager - Gewebes. Möglicherweise enthalten die Hüte von Speisepilzen der Abwehr von Menschen und Tieren dienende Substanzen, analog den bekannten Toxinen in Giftpilzen. Da der Verfasser bisher nur Ware aus Zuchtbetrieben getestet hat, könnten auch aus dem Kultursubstrat in die Pilze gelangte Stoffe besagten Effekt verursachen. Ein Selbstversuch mit im Handel erhältlicher Pilz - Brut und selbst beschafftem und kontrolliertem Kultivierungssubstrat steht noch aus.

Oberirdische Teile von Pflanzen, ausgenommen das Fruchtfleisch und die Fruchtwand reifer Früchte, und unterirdische Teile, wenn deren Verzehr mit der Zerstörung der Pflanze verbunden ist (Möhren, Schwarzwurzeln), sowie Schalen und Keimansätze von Wurzel - Knollen: Diese wirken nach subjektivem Eindruck des Verfassers Zyklothymie - verstärkend. Zu dieser Nahrungsmittel - Gruppe zählt er auch aus dem Körper - Saft von Pflanzen hergestellte Süßungsmittel (Rüben - Zucker, Rohrzucker, Stevia - Produkte, Agavendicksaft - Produkte) und Küchenzwiebeln sowie mit Schalen und Keim - Ansätzen zu Nahrungsmittelprodukten verarbeitete Wurzel - Knollen. Vielleicht schützen sich manche Pflanzen mit schleichend psychotrop wirkenden Substanzen gegen Fressfeinde. Auch entstehen in oberirdischen Triebspitzen und Wurzelspitzen auf Licht - und Schwerkraft - Reize hin Wuchsstoffe (Auxine), zum Beispiel Indolessigsäure, Indolacetonitril oder Indolessigsäure - Ester, die als Hormone fördend oder hemmend auf das Wachstum von Geweben wirken [16]. Ein anderer pflanzlicher Wuchsstoff ist 6-Furfurylaminopurin [16]. Pflanzen befallende Mikropilze können als Gibberelline bezeichnete, bei verschiedenen Organismen - Arten wirksame Wuchsstoffe produzieren [16]. Halbreife Früchte haben beim Verfasser auch ohne Verzehr der enthaltenen Samen eine Depression - fördernde Wirkung (Grüne Bohnen - Hülsen, grüne Gurken, halbreife Zucchini, halbreife helle Datteln mit noch harter Konsistenz, halbeife Äpfel). Für kommerziell angebotene Frucht - Konserven werden aus verarbeitungstechnischen Gründen meist Früchte vor der Vollreife geerntet. Ob auch aus halbreifen Oliven gewonnenes Öl in die vorliegende Kategorie fällt ist bisher offen, da, wenn überhaupt, zum Reifegrad der Ausgangsware nur vage Angaben zu finden sind, z. B. "Ernte zum geeigneten Zeitpunkt". Mit zunehmender Frucht - Reife wird das Öl von Oliven zwar milder, doch können als "mild" angepriesene Öle auch von halbreifen milden Oliven - Sorten stammen. Bei kommerziell erhältlichen Oliven - Früchten an sich sind ausgereifte Früchte zwar an ihrer dunklen Farbe erkennbar, doch kann in Konserven auch halbreifen grünen Oliven durch Zusatz von Chemikalien zu einer dunklen Farbe verholfen werden. Derartige Zutaten müssen auf dem Produkt - Etikett angegeben sein.

Mikrobiell erzeugte oder veränderte Nahrungsmittel: Hefe, Sauerteig und damit hergestellte Backwaren sowie andere durch Mikroben - Tätigkeit erzeugte Nahrungsmittel (Milchsaure Produkte, Alkoholika, durch Gärung erzeugter Essig, essigsaure oder milchsaure Konserven, auch von Oliven) verstärken nach Erfahrung des Verfassers die Intensität seiner Zyklothymie. Zu mikrobiell veränderten Nahrungsmitteln tierischer Herkunft siehe oben.

Pflanzliche Nahrungsmittel mit bei gleichzeitigem Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln relativ geringer depressionsfördernder Wirkung: Von Embryonen und Schalen möglichst vollständig befreite Pflanzen - Samen (Weizenmehl Typ 405, Dinkel - Mehl Typ 405, Roggenmehl Typ 610, Mehl aus Weißreis, aus diesen Mehlen hergestellte Fladenbrote ohne Hefe oder Sauerteig, auch Matzen - Brot, geschälter Reis ohne Parboiling - Behandlung, geschälter und entkeimter Mais (Wirkt Blutdruck - steigernd!) und daraus hergestellte Produkte ohne Malz - oder Zucker - Zusatz, Grieß aus geschältem und entkeimtem Weichweizen, Gebäck nur aus entkeimtem Mais und entkeimtem Reis [26], stark beschliffene Gerstengraupen (Rollgerste), zu Bezugsquellen siehe [49]. Derartige Nahrungsmittel aus konventionellem oder aus Öko - Anbau mit weniger strengen Richtlinien haben beim Verfasser allerdings andere gesundheitsbeeinträchtigende Wirkungen.). Zur Entfernung der Keim - Ansätze dick geschälte Kartoffeln, Kartoffelpüree - Pulver ohne Samenöl - oder Gewürz - Zusatz [15], Süßkartoffeln (Wirken Blutdruck - steigernd!) und andere Speicherwurzel - Knollen jeweils ohne Schalen und Keim - Ansätze sowie ohne Lebensbedrohung für die Mutterpflanze entnehmbare geschälte Teilstücke vielsprossiger Wurzelwerke (Zuckerwurzel). Gewürze aus dieser Gruppe sind zum Beispiel Meerrettich, Ingwer ohne Kandierung und Curcuma. Aus Mehl geringer Typ - Zahl oder analogem Grieß hergestellte Teigwaren können Depression - fördernde Samen - Öle enthalten, siehe oben, deren Angabe in der Zutaten - Deklaration fehlt, da sie bei der Produkt - Herstellung als Antihaftmittel und nicht als Zutat eingesetzt werden. Erkennbar sind diese Öle manchmal an der Differenz zwischen dem in der Nährwert - Deklaration jeweils für das Teigwaren - Produkt und den dafür verwendeten Mehl - Typ angegebenen Fett - Gehalt [22].

Fleisch und Wände ausgereifter Früchte: Das von Samen - Kernen befreite oder durch Kleinheit oder Glibberhülle vor dem Zerkaut- und Verdautwerden geschützte Samen enthaltende Fleisch und die Wand reifer Früchte haben beim Verfasser eine Zyklothymie - widrige Wirkung. Manche Früchte, die in der Regel halbreif konsumiert werden, sind auch bei Vollreife genießbar, zum Beispiel bei einigen Gurken - Sorten. Datteln können vor der Vollreife geerntet worden sein, zu mindestens einem kommerziellen Produkt wird Vollreife bei der Ernte ausdrücklich angegeben [29]. Aus Fruchtfleisch gewonnene Gewürze sind zum Beispiel Muskatblüte, Frucht - Wände von Chili oder Cayenne - Pfeffer (Samen bei getrockneten ganzen oder gerebelten Früchten leicht entfernbar), Beerenpfeffer ohne Samen, Szechuan - Pfeffer - Beeren, Wacholder - Beeren. Manche Frucht - Produkte enthalten allerdings auch zerkleinerte Samen und wirken dann beim Verfasser Depression - fördernd wie Keimling - haltige Samen an sich, siehe oben, [28]. Paprika - und Chili - Pulver enthalten, außer bei "Delikatess" - Qualitäten, mitvermahlene Samen. Oliven - Öl kann mit Samen - Öl verfälscht sein [30]. Rosinen und Sultanas werden in der Regel mit Sonnenblumen - Öl imprägniert zwecks leichterer maschineller Verarbeitung. Dieses Samen - Öl ist in der Zutaten - Deklaration zwar angegeben, in der Nährwert - Deklaration aber oft nicht berücksichtigt [20]. Minderwertige Muskatblüte kann mit Muskatnuss - Samen verfälscht sein, der eine psychotrope Wirkung hat [48].

Bei Beschränkung auf Nahrungsmittel mit seine Zyklothymie nur wenig beeinflussender oder abschwächender Wirkung muss der Verfasser zur Zeit noch zur Verhinderung eines Aminosäure - Mangels auf Soja - Protein - Isolate zurückgreifen [24], die allerdings bei ihm Depression - verstärkend wirken, und zur Verhinderung eines Mangels an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel. Hierzu und zur Kombination von Nahrungsmitteln mit unterschiedlichen Mustern der Aminosäuren - Gehalte zwecks Erhöhung der biologischen Wertigkeit des Gesamtproteins einer Mahlzeit siehe das Kapitel "Pflege - Hilfen: Ernährung" an anderer Stelle der vorliegenden Site [13].

Zwar gilt eine Unterversorgung mit bestimmten Aminosäuren als depressionsfördernd, doch kann gerade eine Fastenkur stark stimmungsaufhellend wirken. Da vor einer solchen Wirkung jedoch oft eine Phase verstärkter Missstimmung durchlaufen wird, rät der Verfasser von Selbstversuchen hierzu außerhalb fachlich begleiteter Therapien dringend ab! [54]

Eine ähnliche Auswahl der Nahrungsmittel liegt manchen philosophisch begründeten Ernährungsweisen zugrunde [3][5][6][18]. "Normalen" Menschen mögen derartige Therapie - Versuche selbst als Symptom einer psychischen Erkrankung erscheinen. Wer jedoch weiß, wie sich eine ausgewachsene Depression anfühlt und die Ungewissheit kennt, ob Psychopharmaka nach langen Einschleichphasen überhaupt wirken werden, kann vielleicht auch exotische Bemühungen um eine Besserung verstehen.

 

 

Epilepsie


 

Adressen für Epilepsie - Betroffene


 

 

Epileptische Anfälle können auch bei älteren Menschen erstmals auftreten, zum Beispiel nach Schädigung von Gehirn - Gewebe infolge Durchblutungsstörungen. Da bei Betroffenen die Erinnerung an solche Anfälle fehlen kann, sollte bei Menschen, die im Laufe eines Tages zumindest zeitweise alleine sind und die Schädigungen wie Biss - Verletzungen an Zunge oder Lippen, Prellungen, Blutergüsse oder Sonstige durch Sturz oder Krampf verursachte Schädigungen aufweisen, die sich die Geschädigten selbst nicht erklären können, mit deren Einverständnis eine Video - Überwachung eingesetzt werden. Im Elektronik - und Technik - Fachhandel sind verschiedene Überwachungskamera - Systeme mit Recorder - Modulen erhältlich. Eine billige Variante sind elektronische Kameras, die über längere Zeit hinweg in zeitlichen Abständen Standbilder aufnehmen und intern speichern können [41].

 

Bibliographie

 

Supplementation verhindert Vitamin-B6-Epilepsie. In: Ärztliche Praxis. Veröffentlicht am 26.03.2009 im Internet [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gynaekologie_geburt_vitamin-b6-epilepsie_12380782926.htm&n=1 [Nach Mitteilung von Gerhard Kurlemann, Leiter der Neuropädiatrie am Uniklinikum Münster, beginnen etwa die Hälfte der durch Mangel an Vitamin B6 verursachten Epilepsien im Kindesalter. Erhalten bereits Schwangere ausreichende Gaben des Vitamins, bleibt ein großer Teil ihrer Kinder von der Krankheit verschont. Anzeichen für einen epileptischen Anfall bei einem ungeborenen Menschen können abnorme intrauterine Bewegungsmuster sein, zum Beispiel Krampfen und Strampeln im Takt eines Uhrwerks gefolgt von Ruhe.]

Drei Tropfen Hoffnung. Höflinger, L. In: Der Spiegel 8.8.2015; (33): 100 - 103. [Bericht über in mehreren Fällen anscheinend erfolgreiche Versuche zur Behandlung einer Epilepsie bei Kindern mit aus einer Rauschmittel - freien Varietät der Cannabis - Pflanze gewonnenem Öl in den USA. Das von den Gebrüdern Stanley, USA, produzierte "Hemp Oil" (Hanf - Öl) kann auch über die Internet - Handelsplattform "Amazon" bezogen werden.]

 

 

Gedächtnis - Störungen


 

Menschen mit einer weit überdurchschnittlichen Kapazität des Gedächtnisses haben zu Spekulationen Anlass gegeben, dieses sei im menschlichen Gehirn nur in Form einer Zugriffsfunktion auf in einer Hyperwelt gespeicherte Gedächtnis - Inhalte verankert. Amnesie wäre nach dieser Hypothese also kein Schwund von Gedächtnis - Inhalten, sondern von der Fähigkeit des Zugriffs darauf.

Informationen zu Demenz - Formen sind unter dem gleichnamigen Abschnitt oben zu finden.

 

Bibliographie

 

Ich will mich erinnern. Dermody, C. In: Readers Digest Juli 2008: 112 - 116. [Bericht über einen Studenten, der nach hochgradiger Amnesie infolge eines Gehirn - Tumors entgegen Prognosen, er werde nur noch zu einfachsten beruflichen Tätigkeiten fähig sein, einen Hochschulabschluss und eine anspruchsvolle berufliche Stellung erreichte.]

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte. Sacks, O. [Jeweils neueste Ausgabe und Auflage.] Darin Kapitel "Mord". [Beispiel für einen Therapie - resistenten Gedächtnis - Verlust, der durch ein Gehirn - Trauma wieder aufgehoben wurde.]

Leben ohne ich. Maas, M. - C. / Schröder, L. In: UniSpiegel Oktober 2012; (5): 12 - 18. [Bericht über einen Menschen, der nach einer Kopf - Verletzung weder sich selbst im Spiegel noch seine Angehörigen und befreundete Menschen wiedererkannte. Auch die Erinnerung an seinen bisherigen Lebensweg war verschwunden. Erhalten geblieben waren dagegen alle Fähigkeiten zu körperlichen Aktivitäten, sein persönlicher Charakter, seine soziale Kompetenz sowie Schul- und allgemeines Sachwissen und emotionales Empfinden. Einer Interpretation dieses Phänomens von Hans Markowitsch, einem Amnesie - Therapeuten an der Universität Bielefeld, zufolge könnte hier das Personen - Gedächtnis durch ein mit der Verletzung einhergehendes Psychotrauma blockiert sein. Nach mehreren Wochen kehrten im vorliegenden Fall bei dem Patienten autobiographische Erinnerungen teilweise zurück, zunächst nur in kleinen Bruchstücken, später auch in Form längerer Passagen. Neu auftretende Schlaf - Störungen und Alpträume wurden als psychosomatischer Flashback diagnostiziert und klangen unter Psychotherapie ab. Der ursprüngliche Wunsch des Patienten, seine verlorenen Erinnerungen wiederzuerlangen, verging, da das sich Erinnern von einem mit Trauer behafteten Verlust - Gefühl begleitet wurde.]

Und plötzlich ist das Leben weg. Wilhelm, K. In: Bild der Wissenschaft 2012; (12): 26 - 31. [Ausgehend vom Fall eines Patienten wird das Phänomen des selektiven Erinnerungsverlustes (Amnesie) eines Menschen betreffend seine persönliche Lebensgeschichte beschrieben. Nach Hans Markowitsch, Amnesie - Forscher und - Therapeut an der Uni Bielefeld, sind solche auf autobiographische Inhalte beschränkte Amnesien Folgen psychischer Verletzungen (Traumata), die auch bei körperlichen Schädigungen auftreten können. Besagter Patient erhielt durch eigenes Klavierspielen nach und nach verlorene Erinnerungen zurück. Es stellte sich heraus, dass er als Kind dramatische seelische und körperliche Verletzungen erleiden musste. Nach Markowitsch führen solche Traumata zu hormonellen Veränderungen im Körper, die funktionelle, mit Bild - gebenden Verfahren dokumentierbare Störungen im Gehirn zur Folge haben. Rätselhaft ist bisher noch, warum zwischen traumatischen Ereignissen und dem Auftreten einer Amnesie viele Jahre Latenzzeit liegen können. Nach Ablauf dieser Zeit - Spanne genügen schon kleine Unanehmlichkeiten, um die Amnesie auszulösen. Die für diese Art Störungen typische herabgesetzte Gefühlsempfindung für das eigene Schicksal wurde vom oben genannten Betroffenen so bewertet, dass er durch diese Gefühlsdämpfung die bei Recherchen ans Licht gekommenen Misshandlungen während seiner Kindheit besser ertragen könne.]

Der Mann, der sein Gedächtnis verlor. Kruse, K. Verlag Goldmann: München 2012. [Reportage über die traumatische Vorgeschichte eines Patienten mit Amnesie und dessen Versuch zur Bewältigung dieser Ereignisse.]

Dem Gedächtnis auf der Spur. Markowitsch, H. J. Verlag WBG: Darmstadt (Jeweils neueste Auflage).

 

 

Gehirn - Gewebe - Zerstörungen


 

Bibliographie

 

Wie das Gehirn heilt. Doidge, N. Campus Verlag: Frankfurt am Main 2015. Darin "Kapitel 7 Ein Gerät, das das Gehirn neu startet". [Beschreibung der therapeutischen Wirkungen eines das Gehirn über die Zunge elektrisch stimulierenden Gerätes bei operationsbedingter Zerstörung von Gehirn - Gewebe.]

 

 

Gesichtsblindheit (Prosopagnosie)


 

Bibliographie

 

Das innere Auge. Sacks, O. [Aktuellste Auflage] Darin "Kapitel vier / Gesichtsblind". [Erörterung des Phänomens des dauerhaften Fehlens des Vermögens zur Erinnerung an menschliche Gesichter.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Gleichgewichtsstörungen


 

Bibliographie

 

Wie das Gehirn heilt. Doidge, N. Campus Verlag: Frankfurt am Main 2015. Darin "Kapitel 7 Ein Gerät, das das Gehirn neu startet". [Beschreibung der therapeutischen Wirkungen eines "Portable Neuromodulation Stimulator (PoNS)" genannten Kamera - Gerätes, das durch Erregung von Nerven der Zunge die Regeneration oder die Neuprogrammierung von Nerven im Gehirn provoziert. Mit einem Beschleunigungssensor statt einer Kamera war das Gerät auch bei Gleichgewichtsstörungen hilfreich, die so gänzlich ausgeheilt werden konnten.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Koma - Zustände


 

Adressen für Angehörige von Koma - Patient/inn/en


 

Wer als Betreuungs- oder Pflegeperson an eine empfindungsfähige und schützenswerte Seele im Menschen auch in einem reaktionsarmen Koma - Zustand glaubt, sollte sich um Hilfe von Therapeut/inn/en und Ärzt/inn/en bemühen, die gleicher Auffassung sind. Anderenfalls kann es oft ohnehin knappe Gemütskraft kosten, sich auch noch gegen Drängen auf Unterlassung von Hilfe bei gesundheitlichen Krisen wehren zu müssen [32]. Ein solcher Lebensabbruch wird propagiert mit dem Argument, Menschen in Koma - artigen Zuständen hätten entweder mangels Empfindungsfähigkeit keine angenehmen Gefühle und damit auch keine Lebensqualität mehr oder würden bei erhaltenem Rest - Wahrnehmungsvermögen ihren Zustand als quälend empfinden. Dass Gefühlsregungen in ausreichend intakten Gehirnen von registrierbaren elektrischen oder biochemischen Aktivitäten begleitet werden, ist eine gesicherte Beobachtung. Aus dem Fehlen solcher Aktivitäten jedoch das Fehlen von Bewusstsein abzuleiten ist eine subjektive Spekulation, die auf der ebenso spekulativen Annahme beruht, Denken und Fühlen seien Folge besagter Gehirn - Tätigkeit. Zeitgleiches Auftreten von Gehirn- und Bewusstseinsaktivität erlaubt jedoch auch die Interpretation, dass Letztere die Ursache für Erstere und auch ohne diese möglich sein könnte. Für dieses Szenario haben Befürworter/innen einer provozierten Beendigung des Lebens Geschädigter das zweite genannte Argument parat, die diesen angeblich fehlende Lebensqualität. In der Bibliographie unten angegebene Berichte zeigen, dass in Koma - artigen Zuständen trotz Gehirn - Schädigung die gesamte Palette an Gefühlen und Empfindungen vorkommen kann wie bei Gesunden auch und dass betreuende Mitmenschen hierauf einigen Einfluss haben. Zumindest theoretisch besteht also die Chance, Geschädigten das Leben bis hin zu dessen Erträglichkeit angenehmer zu machen. Auch die Möglichkeit des Erwachens aus einem Koma - Zustand auch noch nach längerer Zeit ist eine hoffnungsvolle Perspektive für emotional an Patient/inn/en Hängende. Gegen das solche Hoffnung zerstörende Argument einer statistisch mit der Zeit stark abnehmenden Besserungswahrscheinlichkeit können sich Betreuende mit dem Gegenargument wehren, dass die Statistik für körperlich und seelisch intensiv Betreute besser aussehen dürfte.

 

Was Betreuende tun können

Aus Berichten über Besserungen von Koma - Zuständen auch noch nach langer Zeit und über Reaktionen des Gehirns von Koma - Patient/inn/en, die über ein rein vegetatives Niveau hinausgehen, aber nur mit speziellen Untersuchungstechniken nachweisbar sind, lassen sich folgende Hilfsmöglichkeiten für Betroffene ableiten:

  • Auch bei Hoffnungslosigkeit vermittelnden ärztlichen Diagnosen und Prognosen sollten Therapie - Versuche (Anbieten von Reizen für die Sinne, persönliche Ansprachen, Musik - Angebote, Spazierfahrten im Freien, Maßnahmen zur Regeneration von zerstörtem Gehirn - Gewebe wie zum Beispiel Förderung der Durchblutung und der Versorgung mit Sauerstoff, passive Bewegung des Körpers mittels Krankengymnastik oder elektrisch angetriebenen Beine - und Arme - Bewegergeräten, Zufuhr Sonden - gerecht zubereiteter natürlicher Lebensmittel, Magnetfeld - Behandlung) unternommen werden.

  • Wer es sich finanziell leisten kann, sollte in Abständen von einigen Monaten mit über von Krankenkassen bezahlter Diagnostik hinausgehenden Gehirn - Untersuchungen (zum Beispiel funktioneller Computer - oder Magnetresonanz - Tomographie) prüfen lassen, ob ein/e Patient/in auf intellektuelle, zum Beispiel per Ansprache vermittelte, Reize anders reagiert als auf reine informationslose Schall - Reize. Als billigere Alternative dazu kann auch mit einfacheren, auch selbst herstellbaren Geräten zur Messung körperlicher Reaktionen getestet werden, ob sich Solche nach intellektueller Stimulation in besonderer Weise zeigen [7].

 

Wird die potentiell mögliche medizinische Überwachung ärztlicherseits wegen hohem Alter von Patient/inn/en in Koma - artigen Zuständen oder als gering eingeschätzten Chancen auf Besserung nur eingeschränkt verwirklicht, können Betreuende einige Methoden zur Überwachung des körperlichen Zustandes [7] und Therapie von Komplikationen selbst anwenden, siehe auch den Abschnitt "Eigene Erfahrungen" unten.

Industriell hergestellte, aus isolierten Substanzen zusammengemischte Sondennahrung reicht zwar zur Lebenserhaltung von Koma - Patient/inn/en aus, es fehlen ihr aber Inhaltsstoffe natürlicher Nahrungsmittel, die eine Regeneration von geschädigtem Körper - Gewebe fördern und vorbeugend gegen Gesundheitsstörungen wirken. Die zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln zu einer sondentauglichen Beschaffenheit aufgewandte Zeit wird vielleicht durch infolge verbessertem Gesundheitszustand eingesparte Pflege - Zeit wieder ausgeglichen [27].

 

Bibliographie

 

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

[Siehe auch Kapitel "Verständigung mit kommunikationsbehinderten Menschen"]

 

Grundlagen, Betreuung und Therapien

[Veröffentlichungen in gedruckter Form und im Internet zum Themen - Bereich Koma, Wachkoma und Gehirn - Schädigung.] Zieger, A. http://www.a-zieger.de/publikationen.php und http://www.a-zieger.de/wachkoma.php

Grenzbereiche der Wahrnehmung - Die ungewöhnliche Lebensform von Menschen im Koma und Wachkoma. Zieger, A. In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft 1998; (6). Verlag Reha Druck: Graz. Auch veröffentlicht im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/zieger-wahrnehmung.html

Zwischen Leben und Tod. Baumhof, D. http://www.kurskontakte.de/article/show/article_41ab1e990f07c.html

Traumland Intensivstation. Kammerer, T. (Hg.). Verlag Books on Demand GmbH: 2006. http://www.traumland-intensivstation.de/

Es ist brutal, aber man wächst da rein. Metzner, W. In: Stern 2005; (14). http://www.stern.de/politik/panorama/538369.html?nv=ct_cb

Langzeitstudie zur Pflegesituation von Wachkomapatienten. Universität Witten / Herdecke. Zu beziehen über Otto Inhester, Hervester Str. 26, 46286 Dorsten, Tel. 02369/23366.

Körper und Körpersemantik am Beispiel von Wachkoma-Patienten. Zieger, A. http://www.a-zieger.de/Dateien/Wachkoma/Koerpersemantik.pdf [Unter Anderem Möglichkeiten der Kommunikation.]

Lebenszeichen aus der Finsternis. Löwer, C. In: Spiegel Online Wissenschaft 16. Mai 2006: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,416203,00.html [Ein Koma - Patient reagierte bereits auf das bloße Erscheinen seiner Freundin in seinem Zimmer immer mit schnellerem Schlagen des Herzens. Dieser Freundin gelang auch als Erster die Gabe von Nahrung über den Mund. Der Neurochirurg Andreas Zieger, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg, bewertet Gehirnstrom (EEG) - Reaktionen von Menschen im Koma auf physikalische Reize als Anzeiger einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Zustandsbesserung. Mit einer Änderung der Herz - Frequenz variieren auch Atmung, Blut - Druck und Körper - Spannung. Bereits einige Jahrhunderte vor Christus wurde in der Ärzteschule von Kos, Griechenland, die Stimulierung von Koma - Patient/inn/en praktiziert. Thomas Kammerer, Pfarrer an der Uni - Klinik München - Großhadern, weist auf mögliche Zeit - Verzögerungen, bis zu mehreren Minuten, zwischen einer Stimulation und Körper - Reaktionen hin. Wie einige Mediziner/innen ist Kammerer der Ansicht, ein Koma - Zustand sei eine Schutzreaktion eines Menschen vor die Belastungsgrenze überschreitenden Erlebnissen. Auf sinnlose Ansprachen reagieren Gesunde und, in abgeschwächter Form, Menschen im Koma gleichermaßen mit einer Änderung der "N - 400" - Welle im EEG.]

Gehirn reagiert im Wachkoma auf Worte. Kohler, A. In: Spiegel Online Wissenschaft 08. September 2006: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,435669,00.html Siehe auch: "Vegetative" patient shows signs of conscious thought. Hopkin, Michael Veröffentlicht mit Datum 13.09.2006 auf der Website der Zeitschrift Nature: http://www.nature.com/nature/journal/v443/n7108/full/443132b.html [Ein Team um den Neurowissenschaftler Adrian Owen, Medical Research Council, Cognition and Brain Sciences Unit, Cambridge, UK, untersuchte Durchblutungsänderungen des Gehirns einer Wachkoma - Patientin mittels funktioneller Magnetresonanz - Tomographie, die Stellen mit erhöhtem Sauerstoff - Verbrauch im Gehirn sichtbar macht. Bei verschiedenen Ansprache - Tests und Aufforderungen, sich bestimmte Bewegungsaktivitäten vorzustellen, zeigte die Patientin sehr ähnliche Reaktionen wie gesunde Vergleichspersonen. Siehe Bericht in der Zeitschrift Science 2006; 313: 1402. Den Einwand, es handele sich hier um eine automatische Reaktion auf gesprochene Schlüsselworte kontert Owen mit der Beobachtung, dass die Reaktionen länger andauerten, bis 30 Sek., als bei einem Reflex zu erwarten wäre und dann stoppten, wenn die Patientin darum gebeten wurde. Auch dieser Fall bestätigt Warnungen vor destruktiven Äußerungen in Hörweite von Menschen im Wachkoma.]

Wachkoma. Nydahl, P. Verlag Urban & Fischer bei Elsevier: 2004.

Basale Stimulation: Neue Wege in der Pflege Schwerstkranker. Nydahl, P. (Hg.). Verlag Urban & Fischer: München 2003 (4. Aufl.).

Schlüssel zum Erwachen: Sterbeerlebnisse und Beistand im Koma. Mindell, A. Walter - Verlag: Olten ... 1993.

Wachkomapatienten / Leblose Hüllen oder Menschen in Ausnahmesituation? Eickenberg, B. / Schminnes, H. In: Ökostadt Report 2005; (2): 14 - 15. http://www.oekostadt-rheinland.de/pdfs/Report/report2_05_12-23.pdf

Neue Nervenzellen durch Sport. IS In: Neue Apotheken Illustrierte 15.05.2006: 48. [Anhaltende körperliche Betätigung fördert die Neubildung von Nervenzellen im Gehirn. Anm. des Bearbeiters: Daher sollten aktive Bewegungen von Koma - Patient/inn/en durch Loben solcher Eigenaktivität gefördert werden. Erfolgen Bewegungen überwiegend als Reaktion auf körperliche Reize, sollte vorsichtig getestet werden, welche davon die Patient/inn/en tolerieren.]

[Musik - Therapie.] http://www.musictherapyworld.net und http://www.musiktherapie.de [Musik - Therapie kann den Zustand von Koma - Patient/inn/en günstig beeinflussen.]

Spritztour auf Schlaftablette. Schmitt, S. In: Spiegel Online Wissenschaft 15. März 2007. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,472000,00.html [Die Substanz Zolpidem, ein Schlafmittel, soll in Einzelfällen ein vorübergehendes Erwachen von Menschen aus Koma - Zuständen bewirkt haben, in anderen Fällen eine Besserung der Gehirn - Funktion.]

Überraschende Effekte. In: Apotheken Umschau 15. Juli 2007; (B 07): 62 - 63. [Kritiker/innen spekulieren, dass es sich bei auf Zolpidem reagierenden Koma - Patient/inn/en um "unechte" Koma - Zustände gehandelt haben könnte und halten grundsätzlich Schlafmittel bei Koma - Patient/inn/en für kontraindiziert.]

Komastimulationstherapie – was wissen wir? Zieger, A. In: Neurologie und Rehabilitation 2003; 9 (1): 42 - 45. http://www.a-zieger.de/Dateien/Wachkoma/Komastimulation.pdf

Behavioural improvements with thalamic stimulation after severe traumatic brain injury. In: Nature 2. August 2007; 448: 600 - 603. [Bei Patienten im minimalen Bewusstseinszustand (Minimally Conscious State (MCS)) können mehr Gehirn - Strukturen potentiell aktivierbar sein als früher angenommen. Bei einem Test - Patienten konnte mit einer tiefen elektrischen Gehirn - Stimulation eine signifikante Besserung der Kommunikationsfähigkeit erreicht werden. Die auf zwei Seiten im zentralen Thalamus implantierten Elektroden lieferten ein in Versuchen optimiertes elektrisches Signal von 4 V und 100 Hz. Anm. des Bearb.: Vielleicht sind ähnliche Wirkungen auch nichtinvasiv mit Magnetfeldern erreichbar.]

Wach und doch bewusstlos. Laureys, S. In: Spektrum der Wissenschaft März 2008; (3): 44 - 49. [Koma - Diagnostik aus der Perspektive materialistischer Medizin mit dem Ziel, keine therapeutischen Leistungen an für hoffnungslos geschädigt Gehaltene zu verschwenden.]

Therapeut auf vier Pfoten. Stockinger, G. In: Der Spiegel 10.08.2009; (33): 112. [Im Behandlungszentrum Vogtareuth, einer Spezialklinik für Neuropädiatrie und Neurologische Rehabilitation bei Rosenheim in Bayern, werden auch Hunde zur Stimulation von Wachkoma - Patient/inn/en eingesetzt. Objektivierbar sind Wirkungen dieses Therapie - Ansatzes anhand von Indikatoren für Entspannung und gesteigerte Reaktionsbereitschaft. Anmerkung des Bearbeiters: Hier wird dressierten Raubtieren eine therapeutische Potenz zugeschrieben, die einschlägig ausgebildeten Therapeut/inn/en anscheinend fehlt. Sind bei Letzteren während ihrer Ausbildung etwa vor lauter Aneignung von Fachwissen grundlegende empathische Fähigkeiten verkümmert? Was Tiere für Menschen im Wachkoma tun können, sollten Menschen aufgrund ihrer seelischen Gemeinsamkeiten mit Patient/inn/en eigentlich noch besser können.]

Fatale Fehldiagnosen bei Komapatienten. In: Der Spiegel 06.07.2009; (28): 112. [Eine Studie des Teams um den Neurologen Steven Laureys, Universität Lüttich, veröffentlicht in der Zeitschrift BMC Neurology, kam zum Ergebnis, dass mehr als 40 Prozent der mit Standard - Methoden ermittelten Diagnosen Wachkoma falsch sind und in diesen Fällen in Wirklichkeit ein Minimales Bewusstsein - Zustand (MCS) vorliegt.]

Eine Spur Bewusstsein. In: Bild der Wissenschaft 2009; (12): 8. [Ein Forschungsteam um Tristan Bekinschtein an der University of Cambridge konnte im Rahmen einer Studie an 22 Menschen im Wachkoma zeigen, dass unter Diesen etwa die Hälfte nach einer Konditionierungsphase, in der ihnen wiederholt ein Ton vorgespielt wurde, auf den nach einem Zeit - Intervall ein Luft - Stoß auf ein Auge folgte, auf das bloße Vorspielen des Tones bereits mit einem Zucken des Augenlids reagierten. Die Herausbildung eines solchen Reflexes wurde als Hinweis auf eine erhalten gebliebene Bewusstseinstätigkeit gewertet. Weiterhin zeigte sich, dass die Stärke des Reflexes positiv korreliert war mit dem Grad der Zustandsbesserung einige Monate später.]

Besser bewusstlos. Albrecht, B. In: Geo April 2010; (4): 145. [Der Neurochirurg V. Sturm konnte einen Koma - Patienten mittels Elektrostimulation über ins Gehirn implantierte Elektroden in einen Wachzustand versetzen. Die bleibenden körperlichen Behinderungen des Patienten erschienen dessen Ehefrau und Sturm jedoch so unzumutbar, dass nach einem Elektrodendefekt mit der Folge des Zurücksinkens des Patienten ins Koma kein neuer Stimulationsversuch unternommen wurde. Zuvor hatte schon Dieckmann derartige Versuche erfolgreich an Menschen in Koma - Zuständen vorgenommen. Auch dabei hielt die Rückkehr in einen wacheren Zustand nur solange an wie stimuliert wurde. Anmerkung des Bearbeiters: Was könnte ein gemeinsamer Erklärungsnenner sein dafür, dass manche Menschen durch Elektrostimulation aus Koma - Zuständen herausgeholt werden können und andere ganz ohne Spezialtherapien auch nach längerer Zeit spontane Besserungen zeigen? Geschieht hier etwas zum normalen Schlaf Gesunder Analoges, aus dem Diese bei sehr starker Ermüdung durch äußere Reize auch nur solange in den Wachzustand geholt werden können, wie diese Reize einwirken, und aus dem ein Erwachen spontan erfolgt, wenn das Schlaf - Bedürfnis des Körpers gedeckt ist und vielleicht zusätzlich die Aussicht auf angenehme Erlebnisse das Wachbleiben begünstigt? Ein anderer Aspekt der oben zitierten Mitteilung ist das Erschrecken "Gesunder" über Zustände schwerer Behinderung mit der Folge, solchen Behinderten Bewusstlosigkeit oder Tod als Erlösung zu wünschen. Auch Schwerstbehinderte können jedoch gerne leben, wenn sie außer medizintechnischer auch ausreichend emotionale und ermutigende Unterstützung erhalten [40]]

Gefangen im eigenen Körper / Wie wach sind Koma-Patienten? Dokumentarfilm von Johannes Backes und Kira Mühlen. Ausgestrahlt vom Sender 3sat am 26. August 2011 um 20 Uhr 15. Link zur Inhaltsangabe und zum Video: http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/156210/index.html [Bericht über die Bemühung der im Pflegebereich tätigen Petra Strößner um bessere therapeutische Betreuung von Menschen in Koma - Zuständen.]

 

Krankengeschichten

Koma / Eine Geschichte vom Überleben. Hoffmann - Kunz, M. / Volkhardt, V. Mabuse - Verlag: 2002.

Leben nach dem Koma / Erfahrungsbericht. Forstreuter, G. Frieling - Verlag: Berlin 2000.

Tagebuch für Anne S. Wiederkehr aus dem Koma. Schmidt, C. Verlag Frohberg Media: 2000.

War ich nicht tot genug? Gernlach, Z. Verlag Books on Demand GmbH: 2000.

Anne, Kopf hoch / Eine Mutter im Wachkoma. Siegfried - Hagenow, M. [Film - Beitrag zur Sendereihe "menschen hautnah" im WDR Fernsehen vom 05.11.2003.] Site und Bezugsquelle einer Film - Kopie: http://www.wdr.de/tv/menschen-hautnah/archiv/2003/11/05.phtml

Der Tag als Benni aus dem Koma erwachte. Baur, U. [Film - Beitrag des Hessischen Rundfunks vom 30.04.2007 im Ersten Deutschen Fernsehen.] Site: http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,8ugoj5x90h0z1vpo~cm.asp

Dennis - der lange Weg zurück ins Leben. Westerheide, D. In: Inside Magazin 2006; (1). http://www.piw-ev.de/presse/inside-magazin.pdf

Der Weg zurück ins Leben. Adameit, E. / et al. Film - Beitrag; gesendet am 14.01.2004 und 15.01.2004 im WDR Fernsehen und am 20.01.2004 vom Sender RBB.

Neue Chance für Wachkoma - Patienten. http://www.gesundheitpro.de/Appalisches-Syndrom-Neue-Chance-fuer-gesundheit-A050805ANOND004414.html [Der Handballspieler Joachim Deckarm geriet nach Schädelbasisbruch bei einem Sportunfall ins Wachkoma. Die Ärzte hatten ihn aufgegeben, sein Freund und Jugendtrainer Werner Hürter jedoch nicht. Er begleitete Deckarm in Kliniken, wo er durch intensive Reha - Maßnahmen Muskeln aufbauen, sein Gedächtnis schulen, Lesen, Sprechen, Essen, Schreiben neu lernen konnte.]

Frau erwacht aus Dämmerzustand - für drei Tage. In: Spiegel Online Panorama 08. März 2007. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,470636,00.html und andere Presseberichte im März 2007. [Eine seit mehr als sechs Jahren nach Herzinfarkt und Schlaganfall in einem komaähnlichen Zustand befindliche, von ihrer Mutter zuhause gepflegte Frau in Colorado Springs, USA, ist Anfang 2007 für drei Tage aufgewacht. Ihre ersten Worte seit 8 Monaten: "Mir geht es gut", sagte Christa Lilly zu ihrer Mutter Minnie, und zu einem örtlichen Fernsehteam: "Ich denke, es ist wunderbar. Es macht mich so glücklich." Bisher vier Mal ist sie seit November 2000 für kurze Perioden aufgewacht, dann aber wieder in einen Wachkoma - Zustand zurückgefallen. Die Mutter: "Der liebe Gott hat mich wissen lassen, dass es ihr gut geht. Er bringt sie hin und wieder zurück, und ich bin dankbar dafür."]

Kinder wecken Mutter aus Koma. In: Spiegel Online Panorama 28. November 2006. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,451103,00.html [2 Jahre hatte die Britin Andrea Brushneen nach einem Unfall im Wachkoma gelegen. Als nun ihre Kinder an ihrem Bett begannen, Witze zu erzählen, musste sie laut lachen. Auch sonst ist sie ansprechbar geworden und ihre Kinder versuchen, ihren Zustand durch weitere Erheiterungen zu verbessern.]

James Blunt erweckt Kind aus Koma. In: Spiegel Online Panorama 20. Juni 2006. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,422459,00.html [Für Claudia Dealwis, 5 Jahre alt und nach einem Schädelbruch 10 Tage im Koma - Zustand, wurde James Blunt zum Prinzen, der sie aus ihrem Schlaf erweckte und zwar mittels Klinik - Radio und "You′re Beautiful", dem Lieblingssong der kleinen Britin.]

[Presse - Berichte im Juni 2007.] [1988 geriet Jan Grzebski nach einem Unfall mit schweren Kopf - Verletzungen in einen Koma - Zustand. Er war gelähmt, konnte nicht verständlich sprechen und wurde von seiner Frau zuhause gepflegt. 2006 zeigten sich während einer Lungenentzündung erste Zeichen eines Erwachens aus dem Koma. Ein halbes Jahr später konnte sich der inzwischen 65-Jährige selbst äußern: "Ich konnte nicht sprechen oder irgend Etwas tun, jetzt geht es mir besser." Auch Erinnerungen hat er aus seiner Zeit im Koma behalten, zum Beispiel an die Hochzeiten der Kinder, und er stellte fest, die Welt erscheine ihm jetzt schöner.]

Der Lazarus von Big Flat. Dworschak, M. In: Der Spiegel 2006; (34): 144 - 146. [Bei einem Unfall wurden die Verbindungsfasern zwischen den Kleinhirn - Hälften von Terry Wallis zerrissen. 19 Jahre verbrachte er im Wachkoma, selten unterbrochen von einem Nicken oder einem erregten Kopfschütteln, wenn er das Wort "Chevrolet" hörte, eine von ihm gehasste Auto - Marke. "Hilfreich war bestimmt, dass die Familie Wallis ihren Sohn ... regelmäßig nach Hause holte. Manchmal fuhr sie mit ihm ans Ufer des nahen Flüsschens ... Auch wenn Terry die Zeit oft einfach nur verschlief, war er immer dabei. Seine Leute sprachen mit ihm, als verstünde er jedes Wort." Dann antwortete er eines Tages auf die rhetorische Frage einer Betreuerin, wer denn heute wieder zu Besuch käme, zum ersten mal: "Mom". Das zweite von ihm wieder gesprochene Wort: "Pepsi". Wenig später kam das Sprechen so richtig in Fluss. Auch das zunächst stark geschädigte Erinnerungs- und Bewegungsvermögen nahm zu. Ein MRT - Bild zeigte neu gewachsene Nervenverbindungen in Terrys Gehirn. Anm. des Bearb.: Nicht nur die Reaktion auf die Erwähnung besagter Auto - Marke zeigt, dass der Patient schon im Wachkoma bewusste Wahrnehmungen hatte, sondern auch die erstmalige Antwort auf die Frage der Betreuerin, die nur mit einer Registrierung der Besuche seiner Mutter schon vor dem eigentlichen "Aufwachen" erklärt werden kann.]

Außersinnliche Wahrnehmung und Heilung. In: Murphy, J.: ASW - Ihre außersinnliche Kraft. Verlag Ullstein: Berlin 2008: 6. Kapitel. [Heilung eines religiösen Koma - Patienten nach beschwörender religiöser Ansprache durch seinen Vater.]

Gottes Spuren / Die Wunder der katholischen Kirche. Englisch, A. Wilhelm Goldmann Verlag: München 2008. Darin Kapitel "1 Die höchste Schule der Liebe". [Schilderung einer mit etablierter Schulmedizin nicht erklärbaren Heilung eines Koma - Zustands.]

Wunder des Lebens / Auf einem Zaune sitzend. Jourdan, C. [Auszug aus: Das Herz am rechten Fleck / Eine Lebenswende. Jourdan, C. Verlag Freies Geistesleben.] In: A tempo / Das Lebensmagazin Januar 2009; (1): 8 - 9. [Ein nach längeren vergeblichen Therapie - Versuchen als unheilbar eingestufter Koma - Patient erwachte nach mehr als 2 Jahren Pflege in seinem Zuhause spontan mit den Gedanken, er habe verschlafen und werde zu spät zur Arbeit kommen. Nach Aufklärung über seine Krankengeschichte berichtete er, während seiner Koma - Phase sei ihm ein Mensch erschienen, der ihm durch Gespräche beigestanden habe und den er intuitiv für Jesus gehalten habe.]

"Meine zweite Geburt". Dworschak, M. In: Der Spiegel 23.11.2009; (48): 134 - 137. [Der Belgier Rom Houben wurde nach einem Unfall wegen scheinbarer Reaktionslosigkeit 23 Jahre lang als Wachkoma - Patient eingestuft, obwohl er seine Umwelt bewusst wahrnehmen konnte, bis der Neurologe Steven Laureys, Leiter des Zentrums für Koma - Forschung an der Universität in Lüttich, mittels Positronen - Emission - Tomographie (PET) entdeckte, dass Houbens Gehirn weitgehend normale Aktivitäten zeigte. Mental überstanden hat Houben seine Zeit als angeblich Empfindungs- und Bewusstloser mit mentalen Selbsthilfe - Techniken. Auch Ausflüge mit seinen Eltern während dieser Phase empfand er als beglückend. Im Rahmen einer Studie fand Laureys, dass bei 18 von 44 von ihm untersuchten Menschen mit der Diagnose Wachkoma diese Einstufung disqualifizierende Gehirn - Aktivitäten nachweisbar waren. Die diagnostischen Fallen in solchen Fällen sind zum Einen fehlende Langzeit - Tests an diesen Patient/inn/en, die wegen der zeitlichen Schwankungen ihrer Bewusstseinstätigkeit notwendig wären, und zum Anderen die Unterordnung von dem Wachkoma - Befund widersprechenden Beobachtungen unter die einmal erfolgte Beurteilung, nach der Reaktionssymptome ohne nähere Prüfung als Reflexe ohne Bewusstseinsbeteiligung abgetan werden. Bei Houben waren zum Beispiel die Augen so Licht - empfindlich, dass sie wegen Blendung auf Bewegungen der Finger untersuchender Ärzte nicht reagierten, was fälschlich als Wachkoma - Zeichen gewertet wurde. Auch mit bewusstem Ignorieren ärztlicher Test - Versuche durch resignativ gestimmte Patient/inn/en muss gerechnet werden. In solchen Fällen kann das Betrachten des eigenen Gesichtes in einem Spiegel manchmal Reaktionen provozieren. Ein gründlicher Test von scheinbar stark Bewusstseinsgestörten trägt die Bezeichnung "Coma Recovery Scale Revised". Vorschrift ist dessen wiederholte Durchführung, um Zufallsergebnisse auszuschließen. Reagiert ein Mensch in einem äußerlich dem Wachkoma ähnlichen Zustand auf Ansprachen oder Bilder mit intellektuellem Inhalt stärker als auf inhaltsarme Reize, wird dieser Zustand als "minimal bewusst" bezeichnet. Solche Menschen empfinden Schmerzen und müssen gegebenfalls dagegen therapiert werden. Die Dosierung von Anti - Schmerz - Mitteln muss sich nach dem durch sie bewirkten Rückgang nichtverbaler Schmerzempfindungsäußerungen (Schwitzen, Grimmassieren) richten. Überdosen können einen Menschen in besagtem Zustand fixieren und Besserungen blockieren. Andrea von Helden, Chefärztin am Zentrum für Schädel - Hirn - Schwerstverletzte der Berliner Vivantis - Klinik, betont die Wichtigkeit der Würdigung auch kleiner Genesungsfortschritte den Betroffenen gegenüber. Ohne solche Ermutigungen würden sie anfällig gegen lebensbedrohliche körperliche Komplikationen werden.]

Sein neues Leben. Meldung der Agenturen afp / ap. Veröffentlicht in: Nassauische Neue Presse 26.11.2009. [Nach Entlarvung der einstigen Diagnose Wachkoma bei Rom Houben als Fehldiagnose, aufgedeckt durch Steven Laureys im Jahr 2006, siehe oben, hat der Patient nun die Möglichkeit, Computer - unterstützt mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Den Vorwurf eines Neurologen - Kollegen, nicht Houben führe die Hand seiner Kommunikationshelferin auf der Computer - Tastatur sondern die Helferin die Hand des Patienten konterte Laureys mit dem Hinweis, dass Houben in Abwesenheit seiner Helferin vorgelesene Begriffe von ihm später richtig in den Computer eingegeben wurden. Er beherrscht auch jetzt noch 4 Sprachen wie vor seinem Unfall und ist imstande, seinen Rollstuhl zu steuern.]

Nach drei Jahren Koma zurück ins Leben. [Dokument zu einem Beitrag im TV - Magazin "stern TV".] Veröffentlicht im Internet mit Datum 08. Februar 2011 unter der Adresse: http://www.stern.de/tv/sterntv/die-geschichte-der-susanne-ehret-nach-drei-jahren-koma-zurueck-ins-leben-1651766.html [Nach einer Gehirnhaut - Entzündung geriet Susanne Ehret in einen Koma - Zustand, musste künstlich beatmet und mittels Eis - Kühlung vor einem lebensbedrohlichen Anstieg der Körper - Temperatur bewahrt werden. Nach 6 Monaten ohne Bewusstseinsreaktionen zeigte sich, dass sie ohne Beatmungsgerät selbstständig atmen konnte. Ihr Vater war häufig bei ihr und versuchte, mit ihr zu kommunizieren, auch durch Abspielen ihrer Lieblingsmusik. Nach Verlegung in die Schlossklinik Bad König, die auf die Behandlung schwerer Gehirn - Schäden spezialisiert ist, konnte sie 4 Jahre nach Beginn des Koma - Zustands erstmals wieder aktiv mit ihrer Umwelt Kontakt aufnehmen. Nach 2 weiteren Jahren Reha - Therapie war sie zwar wieder sprach- und gehfähig, aber immer noch auf Pflege angewiesen. Nach weiterem langem selbst initiiertem Training hat sich ihr Zustand so weit gebessert, dass sie sich als geheilt fühlt.]

Von den Ärzten aufgegeben und doch zurück im Leben. [Dokument zu einem Beitrag im TV - Magazin "stern TV", gesendet am 23.06.2010.] Veröffentlicht im Internet mit Datum 23. Juni 2010 unter der Adresse: http://www.stern.de/tv/sterntv/hermann-suhr-von-den-aerzten-aufgegeben-und-doch-zurueck-im-leben-1576165.html [Hermann Suhr wurde nach einem Herzinfarkt reanimiert, verblieb jedoch in einem nach ärztlicher Einschätzung irreversiblen Koma - Zustand. Nachdem sich seine Frau 3 Wochen lang intensiv mit ihm beschäftigt hatte, zeigte er wieder Bewusstseinsäußerungen, wurde jedoch wegen seines psychisch veränderten Zustands in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Durch intensive Bemühungen konnte seine Frau seine Entlassung aus der Psychiatrie und die Aufnahme einer Reha - Therapie erreichen. Inzwischen kann er wieder ein weitgehend normales Leben führen. Das Buch zu diesem Fall: Else Suhr: Tod oder Leben? Durch die Liebe zum Leben. Ihleo-Verlag. ISBN 978-3-00-027145-8.]

Beweise für ein Leben nach dem Tod. Long, J. / Perry, P. Verlag Arkana: München 2010. Darin: Kapitel "3 Beweis Nr. 1: Der luzide Tod". [Ein Patient hatte in einem Koma - Zustand ein außerkörperliches Erlebnis, bei dem er wahrnahm, dass eine Besucherin einen Gegenstand in eine Schublade in seinem Krankenzimmer legte. Nach Erwachen aus dem Koma konnte er diese Schublade richtig angeben.]

Near-death experience in survivors of cardiac arrest: A prospective study in the Netherlands. van Lommel, P. / und Andere. In: Lancet 2001; 358: 2039 - 2045. Zitiert in: Beweise für ein Leben nach dem Tod. Long, J. / Perry, P. Verlag Arkana: München 2010: Kapitel "4 Beweis Nr. 2: Außerkörperliche Erfahrungen". [Ein Patient hatte in einem Koma - Zustand ein außerkörperliches Erlebnis, bei dem er wahrnahm, dass die Besatzung des Notfallwagens, in dem sein von ihm verlassener Körper behandelt wurde, seine Zahnprothese in eine Schublade im Wageninnern legte. Nach Erwachen aus dem Koma konnte er angeben, wo sich die von seinen Betreuungspersonen vermisste Prothese befand.]

Das innere Auge. Sacks, O. Rowohlt Verlag: Reinbek 2011. Darin: Kapitel Zwei / Ins Leben zurückgerufen. [Einer Frau, die nach einer Gehirn - Blutung 1 Tag lang unentdeckt im Koma gelegen hatte, wurde ärztlicherseits keine Überlebenschance mehr eingeräumt. Nach operativer Entfernung des Blutgerinnsels war die Patientin in einem Wachkoma - Zustand, aus dem sie 2 Wochen später wieder erwachte. Über Jahre hinweg besserten sich ihre mentale Verfassung und ihre Kommunikationsfähigkeit immer weiter trotz andauernder schwerer körperlicher Behinderung.]

Koma / Ein kleiner Junge auf dem Weg zurück. Schwabenthan, S. / Prangel, A. In: Weltbild 2001; (4): 66 - 71. [Ein 9-jähriges Kind war nach einem Badeunfall in einen tiefen Koma - Zustand geraten und zeigte mehrere Tage lang keine Reflexe mehr. Danach trat eine Besserung hin zu einem Wachkoma - Zustand auf. 4 Monate später wurde der Patient im "Therapie Zentrum Burgau" --- der gleichnamige Ort liegt zwischen Ulm und Augsburg --- weiterbehandelt. Unter intensiver Stimulations- und Kommunikationstherapie kehrten allmählich Sinneswahrnehmung, Kommunikationsfähigkeit und willkürlich gesteuerte Körper - Aktivitäten zurück.]

Komapatient Scharon reagiert. dpa - Meldung In: Nassauische Neue Presse 29.01.2013: 3. [Nach 7 Jahren im Koma - Zustand sind bei dem früheren israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon bei Kernspinresonanz - Untersuchungen erstmals deutliche Gehirn - Aktivitäten als Reaktionen auf Bilder oder Stimmen von Angehörigen aufgetreten.]

Die heilende Sprache der Pferde. Filmdokumentation gesendet vom TV - Sender Arte am 31.05.2012 und später auch von weiteren Sendeanstalten. Einsehbar als 4-teilige Video - Folge auf YouTube. Link zum 1. der 4 Videos: http://www.youtube.com/watch?v=sByg5d4X3Dw. Siehe auch Begleittexte zum Film, recherchierbar mittels Internet - Suchmaschinen mit dem Film - Titel als Suchphrase. [Bericht unter Anderem über eine Patientin im Wachkoma, die aus diesem Zustand herausfand, nachdem ein Pferd über Wochen hinweg Kontakt zu ihr aufzunehmen versucht hatte.]

Wachkoma / Das Ende der Motivation. Becker, M. Bezugsquelle: Moments - Stiftung, Telephon 0221 - 1209288, http://www.moments-stiftung.de [Der Autor berichtet von seiner von Entmutigung und Skepsis seitens Ärzteschaft und Therapie - und Pflegekräften behinderten, aber erfolgreichen Bemühung um seinen in einen Wachkoma - Zustand geratenen Bruder.]

Reisen mit Handicap. Krumm, C. In: Apotheken Umschau 1. Juni 2016; (A 06/16): 12 - 16. [Erfahrung einer Betreuerin während eines Urlaubs mit Menschen in Koma - Zuständen: "Von Claudius gab es bislang keine Reaktionen, kein Kopfschütteln, kein Armheben - nichts. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er erstmals in den Whirlpool durfte. Als wir ihn wieder herausholen wollten, schüttelte er plötzlich den Kopf. Auf die Frage, ob er noch drinbleiben möchte, nickte er. Seit diesem Zeitpunkt können wir uns mit Claudius verständigen. Und seitdem wissen wir auch, dass er nicht nur gerne im Whirlpool sitzt, sondern auch, dass er gerne Bier trinkt."]

Zwischenwelten / Ein Neurowissenschaftler erforscht die Grauzone zwischen Leben und Tod. Owen, Adrian Verlag Droemer: München 2017. [Bericht über die Suche des Autors nach Anzeichen von Bewusstsein bei Menschen im Wachkoma mit technischen Mitteln. Der Autor versteht Bewusstein materialistisch als komplexe Gehirn - Funktionalität. Daher bemüht er sich einerseits um Hilfe für Menschen im Wachkoma mit seiner Ansicht nach Bewusstsein anzeigenden Gehirnfunktionen, hält es aber andererseits für ethisch vertretbar, Wachkoma - Patient/inn/en ohne mit den von ihm erprobten Mitteln erkennbare Gehirn - Reaktionen lebenserhaltende Unterstützung zu entziehen und Ungeborene abzutreiben.

  • Beispiel 1: Eine ärztlicherseits als bewusst- und empfindungslos deklarierte Patientin im Wachkoma zeigte bei einer Untersuchung mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) Reaktionen auf äußere Reize ähnlich denen bei gesunden Menschen. Zitat: "Nach unseren Scans veränderte sich Amys Leben grundlegend. Agnes wich kaum noch von ihrer Seite und las ihr fast ununterbrochen vor. Bill schaute jeden Morgen herein, brachte die Tageszeitungen und berichtete seiner Tochter, was es in der Familie Neues gab. Ständig kamen Freunde und Verwandte zu Besuch. An den Wochenenden holte man Amy nach Hause. An ihrem Geburtstag wurde gefeiert. Man ging auch mit ihr ins Kino. Die Pflegemitarbeiter stellten sich ihr stets vor, wenn sie an ihr Bett traten, und erklärten ihr, dass man sie jetzt waschen oder umziehen werde. Jeder Eingriff, jede Medikamentengabe, jede Veränderung im Behandlungsprogramm wurde sorgfältig erläutert. Nach sieben Monaten in der Zwischenwelt wurde Amy wieder ein Mensch."
  • Beispiel 2: Eine Patientin war aufgrund einer disseminierten Encephalomyelitis in einen Wachkoma - Zustand geraten und ihr wurden ärztlicherseits Bewusstseinsempfindungen abgesprochen. Untersuchungen mittels Positronen - Emission - Tomographie (PET) ergaben, dass ihr Gehirn zum Einen auf optische Reize grundsätzlich reagierte und zum Anderen besonders stark auf die Präsentation von Photos, auf denen ihr bekannte Personen abgebildet waren. Über ihre Gefühle in diesem Zustand berichtete die Patientin nach ihrer allmählichen Genesung Folgendes: "Die Ärzte sagten, ich könne keinen Schmerz empfinden ... Sie irrten sich gewaltig." Und über das Absaugen von Schleim: "Ich kann garnicht sagen, wie beängstigend das war, besonders das Absaugen durch den Mund." Ihre Schrei - Reaktionen, einzige Möglichkeit sich mitzuteilen, wurden vom Pflegepersonal als Reflexe abgetan. Über den Pflegeumgang mit ihr: "Sie dachten, ich sei bloß ein Körper. Es war schrecklich. Ich konnte immer noch etwas fühlen. Ich war immer noch ein menschliches Wesen. Ich war unglaublich wütend im Innern. Entscheidend war, dass ich nicht wusste, wo ich war und warum ich dort war."
  • Beispiel 3: Eine Wachkoma - Patientin zeigte bei Untersuchungen mittels PET die gleichen unterschiedlichen Gehirn - Reaktionen auf Geräusche und Worte aus ihrer Muttersprache wie Gesunde.
  • Beispiel 4: Ein Wachkoma - Patient zeigte bei Präsentation von mit Störgeräuschen unterlegter Sprache auf PET - Bildern eine verstärkte Gehirn - Reaktion im Vergleich zur Darbietung gut verständlicher Sprache, was auch der Reaktion Gesunder entspricht, deren Gehirne bei Hintergrund - Geräuschen eine verstärkte Leistung zum Verstehen von Sprache erbringen müssen. Bei einer weiteren Untersuchung mittels fMRT reagierte er auf gesprochene Sätze hin, deren einzelne Wörter und deren Gesamtbedeutung mehrdeutig waren, mit den gleichen Gehirn - Reaktionen wie Gesunde.
  • Beispiel 5: Eine Patientin mit der Diagnose "Reaktionsloses Wachkoma" wurde verbal aufgefordert, sich vorzustellen, sie spiele Tennis. Die daraufhin einsetzenden, mittels fMRT verfolgbaren Gehirn - Reaktionen waren charakteristisch f¨r diese Art körperlicher Aktivität, ähnlich denen bei gesunden Vergleichspersonen und hielten so lange an, bis die Patientin um eine Spiel - Pause gebeten wurde. Auch die Bitte, sich das Umhergehen in ihrem Haus vorzustellen, war gefolgt von Reaktionen der Gehirn - Regionen, die auch bei Gesunden bei speziell solcher Tätigkeit aktiviert werden, ebenfalls wieder so lange anhaltend, bis die Patientin um eine Beendigung solcher Vorstellungen gebeten wurde. Trotz dieses an sich erfreulichen und Hoffnung weckenden Test - Ergebnisses wurde darauf verzichtet, es den Eltern der Patientin mitzuteilen. Der Test - Leiter befürchtete zwar mögliche Verzweiflungsreaktionen der Eltern, war aber trotzdem für eine Aufklärung, da bei ähnlichen Fällen sich die Eltern nach entsprechender Information verstärkt um ihre Angehörigen im Wachkoma bemüht hatten mit therapeutischen Erfolgen. Der entscheidungsbefugte Arzt jedoch lehnte Dies wegen unabsehbarer Folgen ab. Der Leiter der Studie wies darauf hin, dass nach seiner Überzeugung die Patientin nicht nur über die von Bewusstsein begleitete Fähigkeit, sondern auch auch über den Willen verfügte, den Bitten des Test - Teams Folge zu leisten. Diese Interpretation wurde jedoch von skeptisch Denkenden verworfen, für die alle gezeigten Reaktionen bewusstseinslose Reflexe waren. Dem hält der Studienleiter Folgendes entgegen:
    • Von Experimenten mit Gesunden ist bekannt, dass bei Reflex - Reaktionen auf äußere Reize andere Gehirn - Regionen aktiv sind als bei bewusst ausgeführten Aktivitäten. Bei der Patientin hatten die Reaktionen eindeutig auf Letzteres hingewiesen.
    • Bei Gesunden, die wie bei der Patientin aufgefordert wurden, in Gedanken Tennis zu spielen, jedoch zugleich gebeten wurden, Dies zu verweigern, blieben die "Tennis" - Reaktionen aus, Hinweis darauf, dass eine verbale Aufforderung an sich ohne Reflex - Folgen im Gehirn bleibt.
    • Bei der Patientin dauerte die auf Aufforderung einsetzende Gehirn - Aktivität mindestens 1/2 Minute lang an, viel länger als eine Reflex - Reaktion.
  • Beispiel 6: Ein Patient im reaktionslosen Wachkoma wurde gebeten, die beiden bei Beispiel 5 erprobten 2 unterschiedlichen Vorstellungen von ausgeübter körperlicher Aktivität als "Ja" - oder "Nein" - Antworten auf verbal gestellte Fragen zu nutzen. Test - Fragen wurden von dem Patienten richtig beantwortet, erkennbar an den jeweils charakteristischen Mustern der Gehirn - Reaktionen in der fMRT.
  • Beispiel 7: Ein seit 10 Jahren im reaktionslosen Wachkoma befindlicher Patient konnte mit der bei Beispiel 6 angewandten Methode mitteilen, dass er ohne Schmerzen sei. Auch weitere Fragen bezüglich seiner Empfindungen und Gedanken sowie zur Wahrnehmung seines Lebensumfeldes konnte er beantworten.
  • Beispiel 8: Ein in reaktionslosem Wachkoma befindlicher Patient mit im Computer - Tomogramm erkennbaren ausgedehnten Gehirn - Schädigungen war auch bei den oben beschriebenen fMRT - Tests weitgehend reaktionslos. Seine Eltern sorgten in Eigeninitiative für Gefühlsstimulationen, eine intensive Sauerstoff - Überdruck - Therapie, die Gabe speziell auf Gehirn - Schädigungen abgestimmter Nahrungsergänzungsmittel und Behandlungen in einer Reha - Einrichtung. 9 Monate später hatte er wieder grundlegende Körper - Funktionen (Sprechen, Essen, Gehen und Andere) zurückgewonnen. Eine Befragung nach dieser Besserung ergab, dass er sich an Details der Untersuchungen während seiner Wachkoma - Phase und die Gesichter des dabei anwesenden Personals erinnern konnte, trotz seiner damaligen scheinbaren Bewusslosigkeit. Er berichtete, dass er im Wachkoma sich zwar wie eingeschlossen gefühlt, aber meist keine Angst gehabt habe sondern die Hoffnung, er werde wieder gesund. Nur beim Einschieben in den ihm unbekannten MRT - Scanner habe er innerlich vor Angst geweint, weil ihm Niemand vom Personal den Vorgang ausreichend erklärt habe. Er habe vergeblich versucht zu sprechen und keine Schmerzen verspürt.
Der Buch - Autor warnt vor einer Reiz - Überflutung für Menschen im Wachkoma. So habe zum Beispiel eine Patientin das häufige Darbieten ihrer Lieblingssängerin während ihrer Wachkoma - Zeit nach ihrer Genesung als zuletzt nur noch nervend beschrieben. [Anmerkung des Bearbeiters: Der Buch - Autor führt den Willen von Wachkoma - Patien/inn/en, den Bitten des Test - Teams nachzukommen, als Hinweis auf bewusstes Denken an. Sein Experiment mit Gesunden zur Unterdrückung solchen Willens, siehe oben, eigentlich als Entgegnung auf skeptische Einwände gedacht, zeigt aber zusätzlich auch, dass ausbleibende Reaktionen im Wachkoma statt mit fehlendem Bewusstsein auch mit bewusster Verweigerung oder mit dem Unvermögen, sich den erbetenen Vorstellungen hinzugeben, seitens von Patient/inn/en erklärt werden könnte.]]

Kopfzerbrechen / Notizen aus meinem Koma und der Zeit danach. Rafael, Susanne Mabuse Verlag 2006. [Auszug aus der Rezension von Christiane Dott: "... Von Erinnerungen aus dieser Zeit der totalen Orientierungslosigkeit und Finsternis berichtet ... [die Autorin] ... in ihrem Buch. Sie erzählt eindrücklich von Höllenangst und dem schrecklichen Gefühl der Einsamkeit im Koma. Nach sechs Wochen taucht Susanne Rafael langsam aus ihrer Bewusstlosigkeit auf und nimmt Geräusche, Farben und Menschen wahr. In diesem Dämmerzustand kann sie sich an fast nichts mehr erinnern. Sie weiß nicht einmal, wer sie ist. ... Vor ihr liegt eine mühsame Zeit der Rehabilitation, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. ..."]

 

Eigene Erfahrungen

 

Die 83-jährige Mutter des Verfassers war nach einem Schlaganfall in einen Koma - Zustand geraten. Maßnahmen zur Frührehabilitation wurden wegen unbefriedigender Erfolge abgesetzt. Als Notbehelf versuchte der Verfasser täglich einige Anwendungen zur Anregung der Gehirn - Funktion, deren Wirkung wegen des Einzelfall - Charakters natürlich nicht durch Vergleich mit einem Verlauf ohne diese feststellbar war: Kühlende Abwaschung des Gesichts. Hin- und Herbewegung eines Magneten dicht über der Kopf - Oberfläche als primitive Magnetfeld - Therapie [10]. Massage der behaarten Kopf - Partien mit einem Federdraht - Massage - Gerät [14]. Tropfenweise Gabe von Flüssigkeit auf die Zunge zur Anregung der Schlucktätigkeit. Häufige Ansprache, Berührungen, passive Bewegung von Armen und Beinen, Vorsingen von Liedern, Radio. Weitere Behandlungen siehe unter "Schlaganfall" und an anderer Stelle dieser Site [9][23]. Im Rahmen der anschließenden häuslichen Pflege wurden einige in der Literatur beschriebene Koma - Therapie - Techniken versucht und die Patientin möglichst täglich im Rollstuhl spazierengefahren und bei Einkaufstouren mitgenommen. Unterwegs wurde sie von Bekannten angesprochen, die sie auch zuhause besuchten und sie zu unterhalten versuchten. Allmählich zeigte sie vermehrte Reaktionen auf Ansprache und Berührung und verstärkt eigene Körperbewegungen und konnte nach einiger Zeit auch Ablehnung, Zustimmung und Freude signalisieren. Zugleich bildeten sich auch körperliche Störungen zurück.

An "Dornröschen"erinnert den Verfasser folgendes Erlebnis: Eine nach einem Schlaganfall im Koma liegende Mutter ließ auf Ansprache durch ihren Sohn keine Reaktion erkennen; nach einem Kuss auf den Mund jedoch öffnete sie die Augen.

 

 

Lähmungen


 

Bibliographie

 

[Ohne Titel.] http://www.heartfixer.com/AMRI-Outcomes-Non-CV-Spinal%20Cord.htm [Magnetische Wechselfelder, zum Teil mit anderen Therapien kombiniert, sollen Besserungen von durch Rückenmark - Schädigung verursachten Lähmungen bewirken können.]

Heilung / Das Wunder in uns. Kuby, C. Kösel Verlag: München 2005. Siehe auch http://www.clemenskuby.de/ → CLEMENS KUBY → Seine Vita. Siehe auch vom selben Verfasser das Buch: Unterwegs in die nächste Dimension. Goldmann Verlag: München 2008: Kapitel "Katharsis - ohne Reise". [Der Verfasser verlor auf medizinisch rätselhafte Weise seine Querschnittlähmung.]

Der Tag, an dem mein Bein fortging. Sacks, O. rororo Sachbuch: Reinbek 1991. [Bericht eines Neurologen, der die Kraft mentaler Einflüsse bei der Genesung seines gelähmten Beines erfuhr.]

Unglaublich! Die Welt des Unbegreiflichen. Berlitz, C. Verlag Knaur: München 1992: 155 (2. Buch - Teil) [Geheilt durch Blitz]. [Ein von akut begonnenen Lähmungen Betroffener verlor diese wieder nachdem er von einem Blitz getroffen worden war. Nach: American Journal of Science.]

Unglaubliche Geschichten von Prominenten. Holbe, R. In: Die andere Realität / Zeitung für Spiritualität und Wissenschaft, Parapsychologie und bodenständige Esoterik [Vereinsorgan von "Akademie für Esoterik e. V.", Bossler Weg 50, 45966 Gladbeck, Deutschland. http://www.D-A-R.de] 01. Oktober 2009; 27 (5): 27. [Ein auf den Rollstuhl angewiesenes gelähmtes Mädchen verlor nach einer Körperkontakt - Zuwendung des Musik - Künstlers Julio Iglesias, der selbst mehrere Jahre gelähmt war, bei einer TV - Show allmählich ihre Behinderung und wurde wieder ganz gesund.] Siehe auch: Holbe, R.: Verborgene Wirklichkeiten. Kösel - Verlag.

Frieders Weg zurück ins Leben. Possemeyer, I. / Gockel, R. In: Geo Juli 2013; (7): 128 - 144. [Bericht über einen Menschen mit Querschnittlähmung, seine Bemühungen um die Wiedererlangung von Lebensaktivitäten und Ansätze zur therapeutischen Beeinflussung einer solchen Lähmung.]

Der unerkannte Feind. Bohnhorst - Vollmer, Anken In: Nassauische Neue Presse 28.02.2015: 11. [Bericht über eine Frau, die unter, beginnend in einem der kleinen Finger, sich nach und nach im gesamten Körper ausbreitenden Lähmungen gelitten hatte. Nach 2 Jahren vergeblicher ärztlicher Bemühungen zur Ermittlung der Ursache wurde Diese von einem Neurochirurgen in Form einer spinalen duralen Fistel entdeckt, einer abnormen Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene im Rückenmarkskanal. Die Häufigkeit dieser Störung in der Allgemeinbevölkerung wird auf etwa 5 bis 10 Neuerkrankungen / Million Menschen / Jahr geschätzt. Nach einer ersten erfolglosen Operation wurde die Patientin durch einen zweiten Eingriff wieder so weit hergestellt, dass sie ihre Bewegungsfähigkeit unter intensiver Physiotherapie allmählich wieder zurück erlangte.]

Schritt für Schritt zurück ins Leben. Heinrich, Christian In Apotheken Umschau Oktober A 2016; (A 10/16): 72 - 73. [Bei nur teilweiser Schädigung eines Nervenstrangs kann ein möglichst intensives, an die Belastbarkeit von Betroffenen angepasstes Bewegungstraining die Nerven - Regeneration fördern.]

[Zu Veränderungen der das Rückenmark umgebenden Wirbelsäule siehe auch das Dokument Störungen im Knochen - Gelenk - Muskel - System.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Locked in - Syndrom (LIS)


 

Kontakte für LIS - Betroffene


 

Bibliographie

 

Bis auf den Grund des Ozeans. Tavalaro, J. / et al. Erschienen als Taschenbuch im Herder - Verlag. ["Sechs Jahre galt ich als hirntot. Aber ich bekam alles mit."]

Locked-in / Gefangen im eigenen Körper. Pantke, K. - H. Mabuse - Verlag: 1999 (4. Aufl.).

Schmetterling und Taucherglocke. Bauby, J. - D. Verlag dtv: 1998.

Verdammte Stille. Vigand, P. / Vigand, S. Heyne - Verlag 2000.

Bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt. Pressemeldung von tbz-Info. http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/wissenschaft_archiv1/11_locked_in.html

Macht der Gedanken / Leben mit dem Locked-In Syndrom. Ein Film von Caroline Rosenau. http://www.machtdergedanken.de/Men%FC.htm

Locked In: A Young Woman's Battle With Stroke. Mozersky, Judy [Die Autorin erlitt während ihres Studiums ein LIS. Mit Hilfe Computer - basierter Kommunikationshilfen schloss sie ihr Studium ab und schrieb ihre Memoiren unter dem genannten Titel.]

Aufstand der Eingeschlossenen. Donner, S. / Hub, A. In: Bild der Wissenschaft 2008; (2): 32 - 41. [Ein LIS kann im Zusammenhang mit einem Stammhirn - Infarkt, der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), dem Guillaume - Barré - Syndrom, Unfällen, Gehirn - Tumoren oder - Operationen, Gehirn - Infektionen, einer Multiplen Sklerose sowie seltener einer Spinalanästhesie auftreten und in der Notfall - Diagnostik als Koma - Zustand fehlgedeutet werden. Im medizinischen Alltag können Monate bis Jahre bis zur Erstellung der richtigen Diagnose vergehen, während denen LIS - Patient/inn/en bei vollem Bewusstsein und Wahrnehmungsvermögen sein können. Deren Pflegepersonen kommt daher eine besondere Bedeutung bei der Erkennung kaum wahrnehmbarer Kommunikationsversuche seitens der Behinderten zu. Therapeutisch wirksam sind Stimulation des Nervensystems durch Temperatur - und Bewegungsreize und passive Aufrichtung am Stehbrett. Schlaf bei Gesunden zeigt mit aktivem Großhirn und reduzierter Stammhirn - Tätigkeit Parallelen zum LIS. Von diesem Betroffene können sehr realistisch wirkende Halluzinationen erleben, die durch reale Sinneseindrücke beendet werden können, und Phantom - Schmerzen empfinden. Die LIS - Patientin Angela Jansen kann bei maschineller Beatmung und Ernährung per Magensonde mit dem Auge - gesteuerten Computer "Eyegaze" Texte schreiben, fährt im Rollstuhl in der U - Bahn und in Restaurants und wirkte schon 2 mal bei Theater - Aufführungen mit. Mit einer von Niels Birbaumer entwickelten Vorrichtung können durch Gedanken beeinflusste Gehirnströme in auf einem Computer - Monitor lesbare Mitteilungen umgesetzt werden. Einer Patientin, die durch Vorstellungen, Zitronensaft oder Milch zu trinken, den Säuregrad (pH - Wert) ihres Speichels senken oder anheben konnte, wurde mit einem pH - Sensor eine "Ja" - "Nein" - Kommunikation ermöglicht. Entgegen Erwartungen Gesunder empfinden viele Patient/inn/en ihr Leben mit LIS als lebenswert und können sich über angenehme Erlebnisse freuen. Auch nach Jahren sind neurologische Besserungen noch möglich.]

Locked-In Syndrome: A Review of 139 Cases. Patterson, J. R. / Grabois, M. In: Stroke 1986; 17 (4): 758 - 764. [Auswertung der Daten zu einer Anzahl von LIS - Patient/inn/en. Da manche Erkrankte auch bei Erhalt des Hör- und Sehsinns nicht einmal mehr zur Nutzung ihrer Augen als Kommunikationsmittel fähig sind sollte in diesen Fällen zur Unterscheidung von einem Koma - Zustand die Reaktion eines EEG - Musters auf Sinnesreize geprüft werden. Einige Betroffene wurden nach Monaten bis Jahren wieder vollständig gesund, in einem Fall sogar noch nach 12 Jahren. Empfohlen wird, die Technik der Kommunikation zwischen LIS - Patient/in und anderen Anwesenden auf eine Art zu beschränken, um nerviges Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Verständigungsformen zu vermeiden. Bei Gesprächen zwischen eine/n Patient/in Besuchenden sollte die meistens volle Hörfähigkeit der/des Ersteren beachtet werden. Eine ständige Kontrolle der Atmungsfunktion und der Schleim - Ausscheidung ermöglicht bei Störungen frühzeitige Hilfeleistung.]

"The only thing I could move was my eyelids": Gas engineer who developed Locked-in syndrome amazes doctors with incredible recovery. Mills, James Veröffentlicht auf der Website "MailOnline" der Zeitung "Daily Mail", Fassung vom 28.08.2010: http://www.dailymail.co.uk/health/article-1306332/Man-Locked-syndrome-makes-amazing-recovery.html [Ein Patient, der nach einem Schlaganfall ein LIS entwickelte, berichtet, dass er in diesem Zustand weder Angst noch Verzweiflung verspürte. In einem ersten Therapie - Schritt erlernte er die bewusste Zwerchfell - Atmung gegen den Widerstand der gelähmten Brust - Muskulatur. Nach 2 Monaten konnte er erstmals wieder sein Gesicht etwas bewegen und einzelne Worte sprechen. Dann begann er, immer wieder mit geschlossenen Augen an einen seiner großen Zehen die Aufforderung zur Bewegung zu senden. Nach einigen Monaten zeigte der Zeh eine erste Bewegungsreaktion. Mit dieser Methode konnte er nach und nach zunächst seine übrigen Zehen und dann auch seine Finger aktivieren. Nachdem auch die Lähmung seiner Arme und Beine sich zurückgebildet hatten, konnte er 6 Monate nach seinem Schlaganfall unter physiotherapeutischer Begleitung erste Gehversuche unternehmen. Der Patient erklärt sich seine Zustandsbesserung damit, dass es mit Willenskraft und Ausdauer möglich sei, zwischen Gehirn und übrigem Körper eine Kommunikationsverbindung parallel zu den geschädigten Nervensträngen aufzubauen.]

[Locked-in Syndrom mit reversiblem klinischem Verlauf][Artikel in Spanisch / Titel aus dem Spanischen übersetzt]. Arboix, A. / Martí - Vilalta, J. L. In: Neurologia 1990; 5 (4): 137 - 109. [Ein bei einer 72-jährigen Patientin nach einem Schlaganfall aufgetretendes LIS bildete sich nach 72 Stunden wieder zurück.]

Locked-In Syndrome. Cardwell, M. S. In: Texas Medicine / The Journal February 2013; 109 (2): e1. Veröffentlicht im Internet: http://www.texmed.org/Feb13Journal/ [Übersichtsartikel zum Titel - Thema. Die historisch älteste Beschreibung eines LIS ist in dem Roman "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas überliefert. Darin wird die Kommunikation zwischen dem Betroffenen und einem Betreuer so beschrieben, dass Dieser auf Wort - Vorschläge in einem Wörterbuch zeigt und der LIS - Patient ein gewünschtes Wort durch Schließen der Augenlider bestätigt. In der neueren medizinischen Literatur wird das LIS 1941 erstmals bei einer Patientin mit einem Gehirn - Tumor beschrieben, nach dessen operativer Verkleinerung sich das Syndrom zurückbildete. Im Weiteren geht der Artikel ausführlich ein auf die diagnostische Unterscheidung eines LIS von symptomatisch ähnlichen Störungen und auf mögliche Ursachen des Syndroms. Die traditionelle Methode der Kommunikation mit LIS - Betroffenen, die Bestätigung eines von Kommunikationspartner/inne/n aus einer Liste ausgewählten Buchstabens durch Schließen der Augenlider, wurde optimiert, indem zum Einen die in einer Landessprache häufigsten Buchstaben zuerst zur Auswahl angeboten werden und zum Anderen der gesamte Buchstaben - Bestand in mehrere farblich verschieden unterlegte Gruppen unterteilt wird, was schnellere Buchstaben - Wahl durch Vorwahl einer Farbe ermöglicht. Sind außer den Augen weitere Körper - Teile willkürlich beweglich, können mit Diesen elektronische Kommunikationshilfen gesteuert werden, zum Beispiel mittels der Systeme "Quick Glance" und "Eyegaze". Ein LIS - Betroffener konnte sich seinen Betreuungspesonen mittels Morse - Alphabet mitteilen.]

Reversible "locked-in" syndromes. Ebinger, G. / und Andere In: Intensive Care Medicine 1985; 11: 218 - 219. [Eine Patientin mit metastasierendem Ovarialkrebs entwickelte während der Chemotherapie ein LIS. Im CT fehlten Zeichen einer Gewebe - Schädigung im Hirnstamm. Bei Aufnahme in das Krankenhaus waren die Serum - Elektrolyt - Werte normal, später traten zeitweise Hypocalcämie und Hypomagnesiämie auf. 6 Tage nach Auftreten des LIS begann sich Dieses zurückzubilden und nach 2 Monaten war der neurologische Befund wieder normal. Eine Nachuntersuchung nach 2 Jahren zeigte einen guten Allgemeinzustand der auch vom Krebs genesenen Patientin. Die Autoren vermuten einen durch das Mittel Cisplatin verursachten Krampf der Basilararterie als Ursache des LIS. Eine andere Patientin entwickelte während der Infiltration eines Adrenalin enthaltenden Lokalanästhetikums in Gewebe der Nase ein LIS, von dem sie sich 3 Wochen später allmählich wieder zu erholen begann. Nach 2 Jahren hatten nur noch einige leichtere neurologische Schädigungen Bestand. Auch hier vermuten die Autoren wegen fehlender Schadenszeichen im CT einen Medikament - bedingten Krampf der Basilararterie als LIS - Ursache. Sie raten dringend zur Unterlassung herabsetzender Gespräche über fälschlich als komatös eingestufte LIS - Patient/inn/en in deren Hörweite.]

Die Auslöschung des Willens. Thadeusz, F. In: Der Spiegel 20.06.2015; (26): 114 - 117. [Eine von Niels Bierbaumer, Neurobiologe in Tübingen, entwickelte Vorrichtung interpretiert Variationen der Gehirnströme (EEG - Messung) und der Gehirn - Durchblutung (Nahinfrarot - Sensor) bei Menschen mit LIS als Ja - oder Nein - Antwort auf Fragen. Dazu muss die Apparatur die Zuordnung der gemessenen Signale zu einer Ja - oder Nein - Variante erlernen anhand von Test - Fragen, die LIS - Patient/innen sicher mit Ja oder Nein beantworten können. Bierbaumer hat die Erfahrung gemacht, dass zumindest einige LIS - Betroffene auch mit ihren Beeinträchtigungen weiterleben möchten, wenn sie sich von Angehörigen angenommen und umsorgt fühlen.]

Eingeschlossen. Episode aus der TV - Serie "Dr. House". DVD - Ausgabe: Season 5, Disc 5. [In dieser Folge der angeblich auf realen Fällen basierenden Serie sind aus einer Leptospirose - geschädigten Leber freigesetzte Toxine Ursache eines reversiblen LIS.]

Geisterjunge. Stock, J. In: Der Spiegel 28.02.2015; (10): 59. [Bericht über einen fälschlich als Wachkoma eingeschätzten Zustand. Bei einem zunächst normal entwickelten Mann traten im Alter von 12 Jahren nacheinander Halsschmerzen, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Beinschmerzen und Demenz auf. Nach einem Jahr war er auf einen Rollstuhl angewiesen und hatte seine Sprechfähigkeit verloren. Ärztlicherseits wurde nach unterschiedlichen Diagnose - Stellungen den Eltern des Patienten erklärt, ihr Sohn habe nur noch den Intellekt eines Säuglings und eine Lebenserwartung von nur noch wenigen Jahren. Im Rückblick erinnerte sich der Patient, seine Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit im Alter von 16 langsam und im Alter von 19 Jahren voll wiedererlangt zu haben. Wegen seines andauernden Verlustes der Sprechfähigkeit konnte er nur Kommunikationsversuche in Form von Augenbewegungen, Kopfnicken, Lächeln und Schlucken unternehemen, was von seinen Mitmenschen jedoch als unbewusste Reaktionen interpretiert wurde. Das ihm als Zeitvertreib angebotene tägliche stundenlange TV - Anschauen empfand er als bedrückend und entwürdigend, seinen allgemeinen Empfindungen, Trauer, Angst und Einsamkeit, versuchte er durch Phantasie - Reisen zu entfliehen. Ein Versuch, sich das Leben zu nehmen, misslang. 11 Jahre nach seiner Erkrankung konnte eine Physiotherapeutin erkennen, dass der Patient durch Augenbewegungen kommunizieren wollte. Daraufhin wurde ihm ein Sprachcomputer zur Verfügung gestellt, mit dem er sich fortan erfolgreich verständigen konnte. Bis zum 39. Lebensjahr hatte er den Führerschein erlangt, ein Studium absolviert, sich in einem Beruf etabliert und geheiratet. Bücher: Martin Pistorius: Als ich unsichtbar war.]

Eine Träne hat mich gerettet / Sie hielten mich für tot, aber ich kämpfte mich zurück ins Leben. Lieby, Angèle Taschenbuch erschienen im Verlag Bastei Lübbe. [Die Autorin wurde in einem Krankenhaus zu therapeutischem Zweck in einen Koma - Zustand versetzt. Nach dem Erwachen daraus hatte sich bei ihr ein totales Locked in - Syndrom eingestellt, bei dem ihr Gehör intakt war, sie aber weder sehen noch irgendeine Körper - Bewegung ausführen konnte. Auch Reflex - Reaktionen auf empfundene Schmerz - Reize unterblieben. Daher wurde sie vom ärztlichen Personal als bewusst- und gefühllos eingestuft und sie musste sehr schmerzhafte therapeutische Anwendungen ertragen. Zur psychischen Stimulation eingesetzte Musik empfand sie anfangs als angenehm, später wegen Dauerberieselung als Terror. Überlebenswichtig für sie waren die Fürsorge und Ansprachen ihrer Angehörigen und Bekannten, niederschmetternd dagegen die gefühlskalten Kommentare von Ärzten. Ein auf eine gefühlsbetonte Ansprache ihres Bruders hin auftretendes Herzrasen wurde als Zeichen des erhaltenen Bewusstseins vom Klinik - Personal ignoriert. Als die Bitte ihrer Tochter, noch bei ihrer Familie zu bleiben, bei der Autorin ein starkes Weingefühl auslöste, bemerkte die Tochter eine Träne im Gesicht der Patientin, vom Klinik - Personal als Augen - Schutz - Gel abgetan. Auf die Bitte der Tochter, als Reaktion auf ihre Ansprache den Körper zu bewegen, versuchte die Patientin mit größter Anstrengung, einen Arm zu heben. Für ihren Ehemann zeigte sich Dies in einer sehr schwachen Bewegung eines Fingers. Im weiteren Verlauf wurden, auch mit Hilfe ihrer Angehörigen, zunehmend weitere bewusste Betätigungen von Körper - Funktionen möglich.]

So nah bei dir und doch so fern. Allatt, Kate Aus dem Englischen übersetzt von Axel Plantiko. Verlag Bastei Lübbe. [Autobiographischer Bericht einer Frau, die nach einem Schlaganfall in einen LIS - Zustand geraten und als gehirntot eingeschätzt worden war. Mittels der einzigen verbliebenen Bewegungsmöglichkeit, die der Augen, konnte sie Kontakt mit Mitmenschen aufnehmen.]

Zwischenwelten / Ein Neurowissenschaftler erforscht die Grauzone zwischen Leben und Tod. Owen, Adrian Verlag Droemer: München 2017. Darin Kapitel "11 Leben oder sterben lassen?". [Bei einer Befragung von LIS - Betroffenen durch ein Team um Steven Laureys antworteten 91 von 168 Angesprochenen. Von den 91 erklärten 72 %, sie seien glücklich, 7 % baten um Sterbehilfe. Innerhalb der ersten Gruppe stieg das Wohlbefinden mit zunehmender Dauer des LIS. Eine Hochrechnung dieser Zahlen auf das gesamte angesprochene Kollektiv könnte allerdings irreführend sein, da die Bereitschaft, an der Studie teilzunehmen, vom Grad des Wohlbefindens abhängig gewesen sein könnte.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

[Siehe auch Kapitel "Verständigung mit kommunikationsbehinderten Menschen"]

 

 

Multiple Sklerose (MS)


 

Bibliographie

 

Komplementäre und alternative Therapien der multiplen Sklerose. Schwarz, S. / et al. In: Medizinische Monatsschrift für Pharmazeuten 2008; 31 (3): 89 - 98.

Außer mir / Mein neues Leben mit Multipler Sklerose. Zapla, A. Verlag Lübbe: 2008.

[Mut und Hoffnung bei Multipler Sklerose.] Bücher - Liste von Christine Wagener-Thiele auf der Site der Fa. Amazon: http://www.amazon.de/Mut-Hoffnung-bei-Multipler-Sklerose/lm/R1A5NN7YUKAYTM/ref=cm_lmt_srch_f_2_rsrssi0

Gottes Spuren / Die Wunder der katholischen Kirche. Englisch, A. Wilhelm Goldmann Verlag: München 2008. Darin Kapitel "12 Wunderhauptstadt Lourdes". [Fälle von Heilungen fortgeschrittener MS im Wallfahrtsort Lourdes.]

Kleidung mit Kühltechnik hilft MS-Kranken. In: Ärztliche Praxis, Internet - Ausgabe. Veröffentlicht am 08.06.2009 unter der Adresse [Zugang erfordert Registrierung]: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_aktuell_multiple_124446613945.htm [Anstieg der Temperatur der Luft oder des Körpers können, vermutlich durch Leitungsblockierung bereits geschädigter Axone, akute Verschlechterungen des Zustandes von MS - Kranken bewirken (Uhthoff - Phänomen), die mit Krankheitsschüben verwechselt werden können. Sie werden daher zur Gruppe der Pseudoschübe gerechnet, die andere Ursachen als echte Schübe haben. Im Unterschied zu diesen kann das Uhthoff - Phänomen durch Abkühlung des Körpers unterdrückt werden. Eine solche kann mittels spezieller Anzüge erreicht werden, die aus 2 Lagen von Kunststoff - Membranen mit dazwischen liegendem Wasser speicherndem Gewebe aufgebaut sind. Eingefülltes Wasser verdunstet durch die Membranen und entzieht dabei dem Körper Wärme.]

Jahreszeit beeinflusst MS. dapd In: Nassauische Neue Presse 12.10.2010: KuS 6. [Im Rahmen einer im Fachmagazin "Neurology" veröffentlichten Studie unter Leitung von Dominik Meier, Harvard University, wurde gefunden, dass die Höhe von Luft - Temperatur und von Sonneneinstrahlung statistisch mit einem beschleunigten Fortschreiten der Multiplen Sklerose (MS) verknüpft ist. Ein Zusammenhang mit Niederschlägen fehlte. Mit Bild - gebenden Untersuchungen wurden MS - typische Veränderungen im Gehirn von März bis August 2 bis 3 mal häufiger entdeckt als in den übrigen Monaten.]

Wird multiple Sklerose epigenetisch vererbt? Groß, M. In: Spektrum der Wissenschaft April 2010; (4): 21 - 23. [Verwandte von an MS Leidenden erkranken überdurchschnittlich oft selbst daran. Global nimmt mit zunehmender geographischer Breite auch die Häufigkeit von MS zu, was sogar innerhalb Frankreichs gilt. In Lappland ist jedoch MS weniger verbreitet als nach der geographischen Lage zu erwarten und in Schottland sind die Erkrankungsraten im Welt - Vergleich am höchsten. Nach einer auf diesen Beobachtungen basierenden Hypothese bewirken die mit zunehmender geographischer Breite abnehmende solare Ultraviolett - Strahlung an der Erdoberfläche und eine Fisch - arme Ernährung eine verringerte Versorgung des Körpers mit Vitamin D und erhöhen dadurch das Erkrankungsrisiko. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhemisphäre tragen im Frühjahr Geborene ein höheres Erkrankungsrisiko als im Herbst Geborene, was mit der geringeren Sonnenlicht - Exposition von Schwangeren im Winter zu tun haben könnte, die spekulativ die Entwicklung eines fehlerhaften Immunsystems bei Ungeborenen begünstigen könnte. Jugendliche, die in eine Region mit anderem MS - Risiko als dem ihres Herkunftsortes umziehen, nehmen das MS - Risiko ihres neuen Lebensortes an. Bei Erwachsenen fehlt dieser Migrationseffekt. Der Neurologe George Ebers versucht, Ergebnisse aus von ihm initiierten epidemiologischen Studien mit biologischen Befunden in Einklang zu bringen. So konnte gezeigt werden, dass der Zusammenhang zwischen MS - Risiko und Jahreszeit der Geburt auch für an MS Erkrankte mit der Gen - Variante HLA-DRB1*15, einem erblichen MS - Risiko - Faktor, gilt [Neurology 2009; 73: 2107ff]. Das Team um Ebers vermutet, dass Vitamin D - Mangel über epigenetische Mechanismen die Aktivität des Gens HLA-DRB1 beeinflusst, das an der Steuerung des Immunsystems beteiligt ist. Auf einen epigenetischen Einfluss auf das MS - Risiko deutet auch das Verschwinden von MS auch in Familien mit mehreren Erkrankten nach einigen Generationen hin, was gegen einen Vererbungsgang nach den Mendel - Regeln spricht, aber mit der nur vorübergehenden Vererbung epigenetischer Faktoren über einige Generationen hinweg vereinbar ist. Unter Verwandten erkranken die Schwester und die Tochter einer Frau häufiger beide an MS als die Schwester und die Tochter eines Mannes. Haben Paare aus einem indianischen und einem europäischen Elternteil ein Kind, das später an MS erkrankt, tritt in der nächsten Generation MS häufiger erneut auf, wenn die Mutter des Ausgangspaares europäischer Herkunft ist [Neurology 2009; 73: 602ff]. Generell ist unter den an MS Erkrankten in den letzten Jahren der Frauen - Anteil gestiegen [Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry 81: 31ff]. Auch diese Beobachtungen deuten auf epigenetische Mechanismen bei der MS hin und sprechen gegen eine Vererbung nach Mendel.]

[Website zur Erforschung der MS - Ursachen und zu Therapiemöglichkeiten.] Wagener-Thiele, Christine: http://home.link-m.de/ms-alternativen/index.html Mit Links zu sehr informativen weiteren Unterseiten.

Spontan Heilung. Weil, A. Kopp Verlag: Rottenburg Januar 2015 (2. Auflage der Sonderausgabe). Darin Kapitel "Die Gesichter der Heilung: Oliver". [Bienengift enthält stark entzündungswidrig wirkende Substanzen und wird im Rahmen einer Bienengift - Therapie (Apitherapie) seit Längerem medizinisch verwendet. Der Gift - Inhaltsstoff Apamin wird experimentell gegen Beschwerden durch Multiple Sklerose eingesetzt.]

Wie das Gehirn heilt. Doidge, N. Campus Verlag: Frankfurt am Main 2015. Darin "Kapitel 7 Ein Gerät, das das Gehirn neu startet". [Beschreibung der therapeutischen Wirkungen eines "Portable Neuromodulation Stimulator (PoNS)" genannten Gerätes, das durch Erregung von Nerven der Zunge die Regeneration oder die Neuprogrammierung von Nerven im Gehirn provoziert. Erfolgreiche Anwendung bei Multipler Sklerose.]

[Siehe auch Abschnitt "Allgemeines zu den Störungen" oben.]

 

 

Quellen und Anmerkungen


 

1. 3 mal täglich 2 "Klosterfrau Nervenruh Hopfen Beruhigungsdragées" (Ohne Baldrian). Oder: 3 mal täglich "Hopfenextrakt Kapseln" der Firma allcura Naturheilmittel.
2. Nach Anregung aus dem Buch: Treben, M.: Gesundheit aus der Apotheke Gottes. Verlag Wilhelm Ennsthaler: Steyr 1980.
Eigene Herstellung: 90 g "Schwedenkräuter - Ansatzmischung", Fa. Aurica, 66773 Schwalbach / Elm, mit 0,25 L 96 - prozentigem Ethanol angesetzt und 48 Stunden stehen gelassen (Desinfektionswirkung), dann 0,2 L abgekochtes demineralisiertes Wasser (Vermeidung von Ausfällungen durch Kalk - reiches Leitungswasser) zugegeben zur Extraktion Wasser - löslicher Stoffe. Einzeldosis 1 Teelöffel. Je nach Bedarf bis 3 mal täglich. Über Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen liegen dem Verfasser keine Informationen vor. Achtung: Sehr bitterherber Geschmack! Schnellere Wirkung möglicherweise durch längeres Behalten der Tinktur im Mund.
3. Siehe Site "Früchte in Ernährung und Medizin": http://www.umwelt-und-gesundheit.info/fruechte/index.htm
4. Weniger Rückstände in Bio-Ware. In: Öko-Test November 2010; (11): 31. [Nach Angaben von Ellen Scherbaum, Leiterin der Abteilung Rückstände und Kontaminanten am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart, ist die Quote der wegen Überschreitung des Wertes 10 µg Biozid - Rückstände pro kg Lebensmittel beanstandeten Bio - Waren von 8,4 Prozent im Jahr 2005 auf 1 Prozent im Jahr 2009 gesunken. In Proben von Bio - Lebensmitteln ohne Beanstandung wurden in den letzten Jahren gleichbleibend etwa 2 µg Rückstände / kg gefunden. In Waren aus Biozid - gestütztem Anbau waren die Rückstandsmengen etwa 200 mal größer.]
5. Zu "Terrane Ernährung" siehe Site: http://www.lebegesund.de/11/de/info/vergleich.html
6. Zu "Jesus - Diät" siehe Sites: http://www.towardsfreedom.com/RTTheJesusDiet.html und http://www.towardsfreedom.com/RTTheJesusDiet2.html
7. Siehe Site "Umwelt und Gesundheit im Test": http://www.umwelt-und-gesundheit.info/uugit/index.htm → Inhaltsverzeichnis
8. Im Projekt Priscus wird von der Universität Witten / Herdecke eine Zusammenstellung von für ältere Menschen besonders gefährlichen Medikamenten erarbeitet. Site: http://www.priscus.net
9. Siehe Kapitel "Atmung - Störungen", "Herz - Kreislauf - Störungen" und "Nieren - und Urogenitalsystem - Störungen".
10. "Batterie" aus säulenförmig aneinander haftenden Neodym - Scheibenmagneten, 15 mm Durchmesser, bezogen von: AstroMedia, Katernberger Str. 107, 45327 Essen. Telephon 0201 6349766. Site: http://www.astromedia.de
11. Bild: Ausschnitt aus dem Gemälde "Die irdische und die himmlische Liebe". Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Tizian_017.jpg
12. Siehe Kapitel "Krebs - Erkrankungen".
13. Siehe Kapitel "Pflege - Hilfen: Ernährung".
14. "Bokoma", "Headmassager", "Prickler".
15. Zum Beispiel das aus reinem Kartoffel - Pulver bestehende Trockenprodukt der Marke Holo, erhältlich zum Beispiel in Reformhäusern.
16. Steward, F. C.: Pflanzenleben. Verlag Bibliographisches Institut: Mannheim 1969. Darin "Kapitel 11 Wachstum und Entwicklung".
17. Margraf, J. / Schneider, S.: Panik / Angstanfälle und ihre Behandlung. Springer - Verlag: Berlin ... 1990 (2., überarbeitete Auflage).
18. Aragón Castro, N.: Sibila: Ein Leben in Natur und Freiheit. Verlag Vega: 2005.
19. Zur Herstellung wurden einige Teelöffel frisch gezupfter Blütenkronblätter von Johanniskraut in 0,1 L absolutes Ethanol gegeben zur Desinfektion. Nach einigen Tagen wurde 0,1 L abgekochtes Mineralstoff - armes Wasser zugesetzt. Mineralstoff - arm deswegen, weil Calcium mit manchen organischen Substanzen schwer wasserlösliche Verbindungen bildet, die im Verdauungstrakt kaum resorbiert werden.
20. Eine Berücksichtigung der Öl - Imprägnierung bei der Nährwert - Information kann an der Angabe eines im Vergleich zu ungeölter Ware erhöhten Fett - Gehaltes erkannt werden, zum Beispiel bei Rosinen der Firma Naturata (1,3 % Fett). Bei anderen Produkten wird trotz Öl - Zusatz nur der natürliche Fett - Gehalt (Etwa 0,5 %) angegeben.
21. EU.L.E.n-Spiegel / Wissenschaftlicher Informationsdienst des Europäischen Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E) e. V. 15. März 2001; 7 (1). Themenheft zu potentiell gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffen vollständiger Pflanzen - Samen. Veröffentlicht im Internet: http://www.euleev.de/images/EULEN-SPIEGEL/2001/2001-1_i_web_EULE.pdf
22. So ist zum Beispiel für ein aus Dinkelmehl 630 hergestelltes Trockennudel - Produkt der Fett - Gehalt mit 2,1 %, davon 0,9 % gesättigte Fettsäuren, angegeben, für das entsprechende Mehl dagegen der Fett - Gehalt mit 1,3 %, davon 0,1 % gesättigte Fettsäuren.
23. Siehe Kapitel "Infektionskrankheiten".
24. Unter den Soja - Protein - Isolat - Produkten ist dem Verfasser dasjenige der Firma Bioticana, http://www.bioticana.de, hergestellt aus ökologisch angebauten Soja - Bohnen und erhältlich bei der Firma Piowald, http://www.piowald.com, wegen seines relativ angenehmen Geruchs positiv aufgefallen.
25. Zum Beispiel folgende Bio - Produkte: "DolceDi Apfelzucker" und damit gesüßte Fruchtaufstriche der Firma Rigoni di Asiago, erhältlich zum Beispiel bei der Fa. Violey, http://www.violey.de, sowie in "Alnatura" -, "dennree" - und "tegut" - Märkten. Mit Apfeldicksaft gesüßte Fruchtaufstriche Marke "ekoland" der Fa. Natudis, http://www.natudis.nl, erhältlich zum Beispiel in "Alnatura" - Märkten.
26. Zum Beispiel "Reis - Mais - Knusperbrot" der Firma Byodo oder "Knusperbrot aus Reis und Mais" der Firma Alnatura.
27. Siehe auch Kapitel "Pflege - Hilfen: Ernährung
28. Zum Beispiel "Vollfrucht" - Erzeugnisse der Fa. Donath, etliche Hagebutten - Pulver - Produkte oder "Dr. Budwig Fermentgold".
29. Nach Angabe des nachfolgend genannten Dokuments werden Demeter - Datteln der Firma Naturata vollreif geerntet: http://www.naturata.de/?lang=de&bid=26afcb8a90edc9578e704f53d86a7dca&bsid=b790ade2782cc6c8705b38e97ffaad69&ean=4024297282754&highlight=datteln Bezugsquellen ohne wertende Auswahl: Firma Seiler: http://www.bio724.de/ Firma Amorebio: http://amorebio.de/
30. Informationen zur Verfälschung von Oliven - Öl mit Samen - Ölen:
31. Siehe Kapitel "Vorrichtungen zur magnetischen Gleichfeld - Therapie". Analog zu den dort beschriebenen Vorrichtungen ist zur Exposition des Kopfes ein/e Stirnband oder Kopfbedeckung denkbar, das/die mit Dauermagneten bestückt ist. Die dortigen Sicherheitshinweise zur Verletzungsgefahr durch sich anziehende starke Dauermagnete sollten unbedingt beachtet werden, wobei in Kopfnähe besonders die Augen gefährdet sind! Zu therapeutischen Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen sowie Kontraindikationen von Magnetfeld - Anwendungen werden eigene Recherchen empfohlen, siehe hierzu auch die Hinweise im Kapitel "Bibliographie "Therapie - Verfahren"", darin das Schlagwort "Magnetfeld - Therapien".
32. Siehe hierzu auch die "Start - Seite".
33. Lanz, M.: Und plötzlich guckst du bis zum lieben Gott / Die zwei Leben des Horst Lichter. Gütersloher Verlagshaus: 2007 (5. Aufl.): 158 - 159.
34. Reeves, R. R. / und Andere: Nocebo effects with antidepressant clinical drug trial placebos. In: General Hospital Psychiatry 2007; 29: 275 – 277.
35. Siehe Kapitel "Pflege - Hilfen: Stichworte K..." → Abschnitt "Kommunikationshilfen".
36. Hansen, H.: Krumme Dinger. In: Öko-Test März 2009; (3): 18 - 25.
37. Brinkbäumer, K.: Wer schreiben will, muss leben. In: Der Spiegel 10.08.2009; (33): 118 - 123.
38. Siehe auch die Site "Umwelt und Gesundheit im Test": http://www.umwelt-und-gesundheit.info/uugit/index.htm → "Inhaltsverzeichnis" → "Bibliographie "Umwelt und Gesundheit" ...".
39. Kübler - Ross, E.: Über den Tod und das Leben danach. Verlag Die Silberschnur: Melsbach 1988 (9. Auflage): 26 - 27.
40. So ist zum Beispiel der Physiker Stephen Hawking trotz fast vollständiger Lähmung aktiv auf seinem Arbeitsgebiet tätig, hatte sich die 60 Jahre lang auf maschinelle Atemhilfe angewiesene June Middleton eine lebensbejahende Haltung bewahrt oder können sich auch durch ein Locked in - Syndrom extrem schwer Behinderte an Annehmlichkeiten des Lebens erfreuen [Siehe oben den Abschnitt "Locked in - Syndrom (LIS)".].
41. Autonom arbeitende Digicams mit Standbild - Speicherung in Sekunden - Abständen sind als Wildtier - und Garten - Beobachtungskameras erhältlich.
42. Degen, R.: Verzagte Vegetarier. In: Bild der Wissenschaft 2003; (1): S. 68 - 69. [Bei Vegetarier/inne/n wurde eine stärkere Tendenz zu gedrückter Stimmung gefunden als bei Menschen mit anderer Ernährung.]
43. Glatzel, H.: Ernährungskrankheiten ... In: Handbuch der Inneren Medizin, 6. Band, 2. Teil: Krankheiten aus äußeren physikalischen Ursachen. Ernährungskrankheiten. Vitamine und Vitaminkrankheiten. Bergmann, G. von et al. (Hg.). Springer - Verlag: Berlin ... 1954 (4. Aufl.): 542 - 549. [Die Ausscheidung Säure - bildender anorganischer Anionen über den Harn erhöhende Nahrungsmittel wie Fleisch, Fett oder Milch verändern die Psyche in Richtung depressiver Stimmung.]
44. Rippere, V.: Dietary treatment of chronic obsessional ruminations. In: British Journal of Clinical Psychology 1983; 22: S. 314 - 316.
45. Eisen, A. / Krieger, C.: Amyotrophic Lateral Sclerosis / A Synthesis of Research and Clinical Practice. Verlag Cambridge University Press: 2006.
46. Turmeric - anxiety. Beitrag unter dem Pseudonym #208153 gepostet im Forum Turmeric - anxiety: http://www.curezone.org/forums/am.asp?i=2314852
47. Siehe "Körper - Kontakt - Service" - Angebote im Internet. Siehe auch Kapitel "Pflege - Hilfen: Stichworte E..." → "Erotik bei Älteren und Pflegebedürftigen" → Site "Gender@Wiki / Freies Fachwiki der Frauen- und Geschlechterforschung": http://www2.gender.hu-berlin.de/gendermediawiki/index.php/Sexualbegleitung.
48. Neithart, H.: Die Muskatnuß als Rauschdroge. In: Kosmos November 1971; (11): *346 - *347.
49. Beschaffung von Keimling - armen Getreide - Produkten:
50. Turmeric and Anxiety - from FDA reports: http://www.ehealthme.com/ds/turmeric/anxiety/ Siehe auch die Unterseite Support group for people who take Turmeric and have Anxiety: https://www.ehealthme.com/support-group/turmeric-and-anxiety/
51. Schlangenwurzel Rauwolfia serpentina. Dokument auf der Website Phytoscout: https://www.phytoscout.de/pflanze/schlangenwurzel/
52. Demetriades, A. K. / und Andere: Low cost, high risk: accidential nutmeg intoxication. In: Emergency Medicine Journal Vol. 22; (3). Veröffentlicht im Internet: http://emj.bmj.com/content/22/3/223
53. Nutmeg. Dokument veröffentlicht auf der Site Examine.com: https://examine.com/supplements/nutmeg/
54. Kandler - Schmitt, Barbara: Fasten fürs Knie. In: Apotheken Umschau 01.06.2018, (A 06): 112. [Die Autorin über ihr Befinden nach Beginn ihrer jährlichen Fastenkur, während der sie nur flüssige Nahrung zu sich nimmt und Alkohol meidet: "Die ersten Tage sind hart und mit Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Kopfschmerzen verbunden. Doch dann legt sich irgendwie ein Schalter um: Der Kopf wird klar, eine gelassene Heiterkeit macht sich breit. Nichts regt mich mehr auf."]

 

Zuletzt aktualisiert am 16.06.2018
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